Angst Symbolbild, Mann in Kapuze am Bahnhof
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„Focus“

Wie aus Angst Zuversicht wird

In der „Focus“-Sendung spricht Wilhelm Schmid darüber, wie aus Angst Zuversicht wird. Schmid lebt in Berlin als freier Philosoph. Bis zur Altersgrenze hat er Philosophie an der Universität Erfurt gelehrt und an weiteren Universitäten in Deutschland unterrichtet.

Durch die CoV-Pandemie ging die Normalität verloren, doch genau nach dieser sehnen sich die Leute nun. Die Wucht der Angst, die die Menschen getroffen hat, war ungewohnt. Früher hatte man Angst vor Geistern, dem Teufel, nun treten neue Ängste zutage. Eine noch nie dagewesene Lebensangst begleitet den modernen Menschen.

Die Menschen fühlen sich heute oftmals verloren. Über die verschiedenen Ängste, ihre Ursachen und Auswirkungen spricht in „Focus“ der Philosoph und Autor Wilhelm Schmid. Er beschäftigt sich aber auch mit der Zuversicht. Mit der CoV-Krise kam die Angst vor Ansteckung, aber auch irrationale Ängste kamen auf. Die Angst zu verhungern, führte zu Hamsterkäufen.

Wilhelm Schmid
Wilhelm Schmid

„Angst ist das Gefühl, dass es eine nicht greifbare Bedrohung gibt. Angst ist verbunden mit Ausgeliefertsein und Beschränkung der Selbstbestimmung, das ängstigt den Menschen. Man projiziert dann die Verantwortung – die Politiker usw. sind schuld. Angst ist von existenzieller Bedeutung, damit das Leben nicht so flach ist,“ sagt der Philosoph.

In der CoV-Krise haben sich die Menschen durch die Angst vor Ansteckung geschützt, als die Angst nachgelassen hat, sind sie leichtsinniger geworden. Angst führt zu Sorge. Sorge aktiviert das Interesse an den Menschen selbst. Die kluge Sorge richtet sich auf die ganze Gesellschaft. Besonders viel lernt man aus Krisen.

Sendungshinweis:
„Focus“
6. Februar 2021

„In der Erfahrung der Angst können Menschen Kräfte sammeln für den Weg nach oben. Aus Angst wird Zuversicht, wenn man versucht aus dem Tal heraus zu kommen. Moderne Menschen haben sich zu sehr daran gewohnt ohne Angst zu leben. Alle Künste, Musik, Malerei sind Brücken über Abgründe." so Schmid.