Schnelles Bauen mit Hybridbausystem

Vorgefertigte Holzbauteile in Kombination mit Betonbauweise: Dieses Hybridbausystem sorgt derzeit auf einer Baustelle in Rankweil für eine immense Baubeschleunigung - ohne Qualitätseinbußen, wie die Beteiligten erklären.

Die Wohnbauoffensive des Landes befeuert die Kreativität der Bauherren und Baufirmen: Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung des Landes ist nämlich, möglichst schnell und möglichst kostengünstig zu agieren. Um das zu erreichen, wird etwa bei einem Paradebeispiel des sozialen Wohnbaus in Rankweil ein ungewöhnlicher Weg beschritten: Man setzt verstärkt auf den Baustoff Holz, obwohl der ja eigentlich teurer ist. Trotzdem rentiert es sich unterm Strich.

Sehr kurze Umsetzungszeit

Für den Bau in Rankweil werden Holz und Beton zusammen verwendet. Die größten und wichtigsten Holzelemente werden in Hallen vorgefertigt und erst zur Endmontage auf die Baustelle geliefert - neben den Deckenelementen auch die gesamte Fassade. Zusammen mit anderen Maßnahmen verkürzt dies die Bauzeit immens: Vom ersten Schaufelstich bis zur Fertigstellung dauerte der Bau sechs Monate, die gesamte Projektzeit vom Entwurf bis zur Übergabe elf Monate, erklärt Alexander Hilbe, Projektleiter bei Rhomberg Bau. Normalerweise dauert es doppelt so lange.

Hybridbauweise

In Rankweil geht man auf einer Baustelle neue Wege. „V heute“, 13.4.17.

Schnell, flexibel und wirtschaftlich

Gegenüber fertigen Holzcontainerlösungen, die mit fast ausschließlicher Hallenfertigung auskommen, hat das Mischsystem den Vorteil, dass es flexibler ist, erklärt Andreas Kempf, Prokurist bei Sohm Holzbautechnik.

Holz ist eigentlich teuer als Beton, trotzdem rechnet es sich - durch die schnellere Umsetzungszeit, erklärt Gerhard Vonbank, Geschäftsführer von Rhomberg Bau. Billiger bauen habe übrigens nichts mit Qualitätsverlust zu tun, erklärt Hilbe. Man verzichte einfach auf Dinge wie einen Lift oder ein Untergeschoss.