Diözese feiert Jubiläum mit „Fest am See“

Mit einem „Fest für alle“ feiert die Diözese Feldkirch heuer ihr 50-jähriges Bestehen. Einer der Höhepunkte der sich über das ganze Jahr erstreckenden Feierlichkeiten ist das „Fest am See“ am 26. Mai im und vor dem Bregenzer Festspielhaus.

Das Jubiläumsfest zeige das vielfältige Gesicht der Kirche und stehe unter dem Motto „Aufeinander zugehen“, so Bischof Benno Elbs am Donnerstag in Bregenz. „Nach 50 Jahren darf man sich ruhig einmal fragen, was die Kirche im Land ausmacht“, sagte Elbs bei der Programmpräsentation. In der Antwort zeige sich ihr buntes Gesicht. „Kirche, das sind die Menschen“, betonte der Bischof. Sie werde im Wesentlichen von insgesamt 25.000 Freiwilligen getragen, die das ganze Jahr über dafür sorgten, dass die Kirche vor Ort eine Seele habe.

Viele von diesen Freiwilligen beteiligten sich an dem Fest, dafür wolle er sich bedanken, so der Bischof. Dieses große Miteinander sei für eine Gemeinschaft ein sehr großes Geschenk und gehöre zum zentralen Wesen der Kirche.

Ministranten und Jungschar singen für Straßenkinder

Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für das „Fest am See“, viele Pfarren hätten sich beteiligt, so Koordinatorin Theresia Abbrederis. 30 Chöre aus dem ganzen Land werden singen, zudem gibt es Liveauftritte von Bands und Ensembles, eine Gospelmesse sowie Musical, Kabarett und Theater.

Über 800 Ministranten und Jungschar-Kinder werden für ein Straßenkinderprojekt in Nairobi tanzen - pro Tänzer spendet die Kirche zehn Euro. 2.500 gefüllte Glücksbüxen werden an bedürftige Kinder übergeben. Am 50-Jahr-Markt „INIGÜXLA“ und am Klostermarkt im Festspielhaus beteiligen sich 30 Gruppen aus ganz Vorarlberg. Dabei soll der geistige Aspekt nicht verloren gehen, darum lädt ein Raum der Stille zur Einkehr.

Das „Fest am See“ beginnt um 11.00 Uhr mit einem Wortgottesdienst mit Bischof Benno Elbs am Vorplatz des Festspielhauses. Die Bus- und Bahnanreise ist gratis - mehr dazu in www.vmobil.at.

Seit Dezember 1968 eigenständiges Bistum

Die Diözese Feldkirch wurde am 8. Dezember 1968 als eigenständiges Bistum errichtet. Zuvor war Feldkirch als Generalvikariat ab 1818 den Bischöfen von Brixen unterstellt, 1964 entstand die aus Tirol und Vorarlberg bestehende Diözese Innsbruck. Elbs ist nach Bruno Wechner, Klaus Küng und Elmar Fischer erst der vierte Bischof von Feldkirch. Ende 2017 betreute die Diözese Feldkirch knapp 236.100 Gläubige, 2005 waren es noch 266.500.

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