Doppelmayr-Vorstand: In Lehrlinge investieren

Der Fachkräftemangel sorgt für Probleme. Doppelmayr-Vorstand Hanno Ulmer weist im ORF Radio Vorarlberg-Samstaginterview darauf hin, dass auch die Unternehmen für die Situation verantwortlich seien. Man müsse in Lehrlinge investieren.

Der Fachkräftemangel wird sich nach Angaben von Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser (ÖVP) trotz aller Anstrengungen des Landes nicht so schnell beheben lassen. Das Problem verschärfe sich auch durch das Wirtschaftswachstum - mehr dazu in Fachkräfte-Mangel verschärft sich.

„Betriebe müssen selbst ausbilden“

Die Betriebe müssten versuchen, junge Leute frühzeitig für das Unternehmen und dessen Aufgaben zu interessieren, so Ulmer. Man müsse auch die Betriebe in die Pflicht nehmen, dass sie selber dafür sorgen, dass entsprechende Fachkräfte ausgebildet werden. Doppelmayr praktiziere das schon seit Jahren.

Auf die Frage, ob das nicht für kleine Unternehmen viel schwieriger als für große Unternehmen sei, antwortete Ulmer, dass sich ein Lehrling für jeden Betrieb rechne. Man bilde einen Lehrling im ersten Jahr aus, im zweiten Jahr würde er bereits produktive Teile produzieren. Dann seien die Kosten im Verhältnis zum Nutzen eher zu vernachlässigen.

Das Interview mit Doppelmayr-Vorstand Hanno Ulmer führte ORF Vorarlberg-Redakteur Peter Metzler.

Bekenntnis zum Standort Wolfurt

Vor knapp einem Jahr wurden in Wolfurt die neuen Doppelmayr-Büros eröffnet. 55 Millionen Euro wurden für 450 Arbeitsplätze investiert. Die oft kritisierten hohen Lohnkosten seien bei der Entscheidung nicht im Mittelpunkt gestanden, so Ulmer. Der Standort Wolfurt im Drei-Länder-Eck mit fleißigen Mitarbeitern sei enorm wichtig für Doppelmayr.