Thomas Steu wirft sich ins Medaillen-Rennen

Mit Thomas Steu ist am Mittwoch erstmals seit 20 Jahren wieder ein Vorarlberger Rodler bei den Olympischen Spielen am Start. Das Rodeln gelernt hat Steu am Fuße der Muttersbergbahn in Bludenz.

Auf der Rodelbahn in Hinterplärsch - von der mittlerweile nur noch Überreste zu sehen sind - hat vor etwa 15 Jahren alles begonnen. „Sie war nicht schnell, aber eine der schwierigsten Bahnen, auf denen ich je gefahren bin“, sagt Steu heute. „Ich muss sagen, ich habe da schon gut rodeln gelernt, weil du musstest richtig viel denken, was auf den moderneren Bahnen eigentlich nicht mehr so der Fall ist.“

Olympia-Debüt für Steu

Der 24-jährige Thomas Steu gibt am Mittwoch im Doppelsitzer-Bewerb sein Olympia-Debüt.

Schon damals träumte Steu von der großen Karriere. Nur mit 14 Jahren habe er sich kurzzeitig überlegt, ob es neben dem Rodeln nicht ein anderes Leben gebe. Letztlich entschied er sich dann doch, bei seinem Sport zu bleiben: „Ein Ziel ist, bei Olympia dabei zu sein. Die Andrea Tagwerker war da immer ein Vorbild für mich, als Vorarlbergerin.“ Mittlerweile ist Steu in die Fußstapfen der Bronzemedaillengewinnerin von Lillehammer 1994 getreten - am Mittwoch absolviert er seinen ersten Olympia-Start.

Olympia-Bahn „relativ leicht“

Die bisherige Saison verlief durchwachsen: Zwei sechste Plätze gab es in Königssee und Oberhof, bei der letzten Weltcup-Station vor Olympia in Sigulda konnten Steu und sein Tiroler Partner Lorenz Koller aber nur knapp einen schweren Sturz verhindern. Man habe in Material für Olympia investiert und das auch getestet, sagt Steu. Das sei in Sigulda eben „kein Vorteil“ gewesen.

Die Olympia-Bahn in Pyeongchang mag der Bludenzer. Steu hat sehr gute Erinnerungen an die Generalprobe vor einem Jahr, als er und sein Partner nach dem ersten Lauf auf Rang zwei lagen. „Dann sind wir bei der kuriosen Kurve neun im zweiten Lauf angefahren, sind aber noch Fünfte geworden.“ Die Bahn sei „relativ leicht“, habe aber zwei oder drei Tücken. Selbige dürften Steu und Koller mittlerweile im Griff haben: In den Trainingsläufen belegten sie die Ränge fünf, eins, drei (zweimal) und vier (zweimal).

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