Rossinis tragische Oper: „Moses in Ägypten“

Der Komponist Gioacchino Rossini ist eigentlich für seine heiteren Stücke bekannt. Sehr selten gespielt wird dagegen sein tragisch-sakrales Stück „Moses in Ägypten“. Jetzt steht es als Hausoper auf dem Premierenplan der Bregenzer Festspiele.

Rossinis komische Opern „Der Barbier von Sevilla“ und „La Cenerentola“ gehören bis heute zum Standardrepertoire sämtlicher Opernhäuser. Sehr selten gespielt wird dagegen sein tragisch-sakrales Stück „Moses in Ägypten“ - die Hausoper der diesjährigen Bregenzer Festspiele. Darin geht es um die biblische Gechichte, die Rossini effektvoll in Szene setzt: Moses führt das Volk aus der Sklaverei in Ägypten, durch das wundersam sich teilende Rote Meer nach Kanaan. Am Samstag fand die Fotoprobe für die Hausoper der Festspiele statt.

Seinerzeit ein bekannter Hit

Auch wenn das Werk heute nicht mehr oft aufgeführt wird, seinerzeit war es bekannt, sagt der musikalische Leiter, Enrique Mazzola: „Dieses Stück war seinerzeit so bekannt wie heute ein Song von Madonna. Es war ein Hit.“ Allerdings stellt „Moses in Ägypten“ an die Regie kaum zu bewältigende Ansprüche. Wie stellt man ein ägyptisches Heer auf die Bühne, das dann auch noch im zusammenschwappenden Meer ertrinkt? Regisseurin Lotte de Beer setzt das mit Hilfe von gefilmten Puppen um - die Massenszenen werden vom Theaterkollektiv „Hotel Modern“ mit diesen live gefilmten Puppen dargestellt. Die Puppenbilder werden auf ein riesiges Gottesauge projiziert.

„Moses in Ägypten"
Im Beitrag kommen zu Wort: Enrique Mazzola (Musikalische Leitung), Pauline Kalker (Theaterkollektiv "Hotel Modern“) und Lotte de Beer (Regie).

„Moses in Ägypten“ feiert am Donnerstag Premiere im Festspielhaus Bregenz.

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