Kinderbetreuung boomt in Vorarlberg

Die Kinderbetreuung in Vorarlberg erfreut sich ungebrochener Nachfrage: Gab es vor zehn Jahren noch 50 Einrichtungen im Land, so sind es mittlerweile 125. In der Landesregierung zeigt man sich mit dieser rasanten Entwicklung zufrieden.

Jedem Kind gleiche Start-Chancen geben - das ist laut Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) das Ziel des kontinuierlichen Ausbaus der Kinderbetreuung. Im vergangenen Jahr sind landesweit rund 250 zusätzliche Betreuungsplätze entstanden. Laut Wiesflecker werden inzwischen vorarlbergweit 4.300 Kinder in Kleinkindbetreuungseinrichtungen betreut, rechnet man auch Spielgruppen und Tageseltern dazu, kommt man demnach auf 5.800 betreute Kinder.

Bilanz Kinderbetreuung

Die Kinderbetreuung in Vorarlberg boomt. Im gesamten Kleinkind-Bereich werden 5.800 Kinder betreut und gefördert.

Entsprechend gestiegen sind auch die Investitionen von Bund und Land. 2016 wurden Kinderbetreuungseinrichtungen, Spielgruppen und Tagesmütter mit knapp 19 Millionen Euro gefördert. Bei den dreijährigen Kindern haben bereits über 91 Prozent einen Betreuungsplatz. Bei den unter Dreijährigen trifft das auf jedes vierte Kind zu.

Zufriedenheit mit Tarifmodell

Zufrieden zeigt sich die Soziallandesrätin mit dem im vergangenen Herbst eingeführten Tarifmodell, das Kinderbetreuung leistbar machen soll: „Das ist relativ gut angelaufen, 236 Kinder und Familien profitieren von der sozialen Staffelung“. Am häufigsten angenommen werde die unterste Tarifstufe - die halbtägige Betreuung für 20 Euro. 86 Prozent der der Familien würden diese Stufe in Anspruch nehmen, so Wiesflecker.

Heuer soll laut Wiesflecker der zweite Schritt folgen: Die Festlegung eines landesweit einheitlichen Mindest- und Höchsttarifs für die Kinderbetreuungseinrichtungen - abgestuft nach dem Alter der Kinder. Und auch die Personalsituation soll verbessert werden. Ab Herbst gibt es erstmals ein Ausbildungsmodul für Leiterinnen von Kinderbetreuungseinrichtungen. Zudem sei eine Gehaltsreform im Bereich Kindergarten und Kinderbetreuung geplant, ließ Wiesflecker heute durchblicken. Die Vorbereitungen dazu seien bei Land, Gemeinden und Gewerkschaft bereits im Gange.