Landestheater sucht nach Paradies der Liebe

Der Zauber der Liebe und des ersten Augenblicks - und die spätere Suche danach: Das ist Thema der musikdramatischen Reprise „Paradies oder nach Eden“, mit deren Uraufführung das Landestheater am Donnerstag in die neue Spielsaison startete.

Sabina Martin als Frau und Christian Sist als Mann - beide ohne Namen - wollen den Kampf um das Wunder des ersten Augenblicks aufnehmen. Gleich in der ersten Szene - er sitzt Zeitung lesend auf einem Stuhl, sie schweigend daneben - wird klar, dass das ursprüngliche Liebesglück längst verflogen ist. Von einem Spielleiter (Erwin Belakowitsch) in das sprichwörtliche Paradies gehievt, nähert sich das Paar dem so schmerzhaft vermissten Ideal immer wieder an. Erinnerungen an glückliche kleine und große Momente stehen neben Bekenntnissen wie „Ich liebte einen anderen“ oder „Ich habe mich nach anderen Frauen gesehnt“. Obwohl das Paar sich im Außen im Paradies aufhält, kann es den paradiesischen Zustand im Inneren nicht finden. Ein neuer Aufbruch gelingt nicht.

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Premiere am Landestheater

Im Beitrag von Annette Raschner sehen Sie Schriftstellerin Maja Haderlap, Regisseur Igor Pison und Premierenbesucher. „V heute“, 23.9.16.

Weitere Vorstellungen

28 September, 9., 20. und 28. Oktober sowie 5. und 11. November jeweils 19:30 Uhr. Dauer ca. eine Stunde ohne Pause.
Vorarlberger Landestehater.

Als Ausgangspunkt für die Auftragsarbeit des Landestheaters diente die linke Innentafel von Hieronymus Boschs Triptychon „Der Garten der Lüste“. Das Libretto stammt von Maja Haderlap, die Musik von der slowenischen Komponistin Nana Forte. Regie führte Igor Pison. Das Orchester wurde von Benjamin Lack geleitet. Das Publikum dankte mit langem Applaus, legte dabei aber seine letzte Zurückhaltung nicht ab.

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