Prantl: „Die Kraft der Hoffnung in schwierigen Zeiten"

Jurist, Journalist und Autor Heribert Prantl spricht am 24. Februar in „Focus" über das Thema: „Die Kraft der Hoffnung in schwierigen Zeiten - man darf die Sprache der Rettung nicht verlernen“.

Sendehinweis:

„Focus" – Themen fürs Leben bei ORF Radio Vorarlberg
Samstag, 24. Februar 2018, 13.00 bis 14.00 Uhr

Die 30. Goldegger Dialoge befassten sich mit dem Mut zum Miteinander. Heribert Prantl hielt einen fulminanten Schlussvortrag, in dem er seine Sichtweise des gesellschaftspolitischen Miteinanders klarlegte: „Demokratie ist eine Gemeinschaft, die ihre Zukunft miteinander gestaltet".

Die Sendung zum Nachhören:

Das gehe nicht gut, wenn Menschen ausgeschlossen sind oder sich ausgeschlossen fühlen. Ausländer, Arbeits- und Obdachlose, Menschen in prekären Verhältnissen, Alte, Demenzkranke, die sinnentstellend als sozial Schwache bezeichnet werden, sagte Prantl. Die Kraft der Hoffnung in schwierigen Zeiten: „Man darf die Sprache der Rettung und des Glaubens nicht verlernen", betonte Prantl. Hoffnung beginne mit dem eigenen Tun. Man sollte die Dinge von der Mitte des Tuns betrachten, inmitten des Entschlusses, der Krankheit, des Leidens und der Arbeit.

Der Rechtspopulismus in Europa

Der Rechtspopulismus sei in Wahrheit ein Extremismus, so Prantl. Der Rechtspopulismus sei eine verniedlichende und unzulässige Bezeichnung für eine gefährliche Sache, die auf die Menschenrechte und die Rechte von Minderheiten pfeift. Le Pen & Co seien extremistische Nationalisten. Sie hetzen und schüren Hass und sie tun so, als wären nur ihre Anhänger das wahre Volk. Sie spalten die Gesellschaft und arbeiten gegen das Miteinander.

Focus Heribert Prantl
privat
Heribert Prantl

Wie ist Zukunft machbar? Wenn es um Zukunft geht, würden Reformen empfohlen. Reform heiße heute oft, es wird anstrengender, unruhiger und die Gesellschaft wird ärmer. Es gebe Zukunft nicht festgefügt, sondern sie beginne in jedem Moment der Gegenwart, ergänzte Prantl.

Zur Person:

Heribert Prantl, geboren 1953 in Nittenau in der Oberpfalz, ist einer der bekanntesten, streitbarsten und wortgewaltigsten deutschen Journalisten. Er ist Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung und verantwortet deren innenpolitischen Teil. Bevor er Vollzeit- und Vollblut-Journalist wurde, arbeitete er nach seinem Studium der Rechtswissenschaften, Geschichte und Philosophie als Staatsanwalt und Richter. Zudem ist Prantl auch als Dozent an Journalistenschulen tätig.

Literatur:

Heribert Prantl, Gebrauchsanweisung für Populisten. Ecowin 2017

Heribert Prantl, Die Kraft der Hoffnung: Denkanstöße in schwierigen Zeiten. Süddeutsche Zeitung Edition.

Musik:

T* Gymnopedie für Klavier Nr.2 / Bearbeitung für Oboe und Orchester
O: Boston Pops Orchestra
L: John Williams
A: Alfred Genovese/Oboe
K: Erik Satie/1866 - 1925
B: Claude Debussy/Orchestrierung/1862 - 1918

CD* KUSCHELKLASSIK 4 - MUSIK FÜR DIE KLASSISCHEN MOMENTE / CD 1
T* Gymnopedie für Klavier Nr.3 / Bearbeitung für Gitarre und kleines Orchester
S: John Williams/Gitarre
L: William Goodchild
O: Unbekannt
K: Erik Satie/1866 - 1925
B: John Williams/Arrangement

Werbung X