Vorerst Stopp für Ferienwohnungen in Lindau

Die Stadtvertretung Lindau hat sich für eine Änderung des Bebauungsplanes ausgesprochen, um die Zahl der Ferienwohnungen besser steuern zu können. Eine Bestandsaufnahme soll zeigen, ob weitere Ferienwohnungen verträglich sind.

In der Lindauer Altstadt sind die vielen Ferienwohnungen zu einem Problem geworden. Die Wohnkosten explodieren, die Zahl der Bewohner auf der Insel sinkt bereits - mehr dazu in Lindau will weitere Ferienwohnungen verbieten. Der Stadtrat hat nun beschlossen, diesen Trend zu stoppen.

„Kein generelles Stopp“ für Ferienwohnungen

Die Entscheidung am Mittwochabend war eindeutig: 22 Räte und der Oberbürgermeister sprachen sich dafür aus, den Bebauungsplan in Lindau zu ändern. Nun soll eine Bestandsaufnahme der bereits vorhandenen Ferienwohnungen durchgeführt werden, um das weitere Vorgehen festzulegen. Klar ist, dass man die Zahl der Ferienwohnungen ab sofort besser steuern will. Es gehe aber um kein generelles Stopp, so der Pressesprecher der Stadt Lindau, Jürgen Widmer.

Ziel ist es, die Lebensqualität auf der Lindauer Insel wieder zu steigern. Zuletzt drohte die Altstadt nahezu auszusterben, die Stadtplaner sorgen sich bereits um den Erhalt von Kindergarten und Volksschule.

Sieben Stadträte befangen

Die Entscheidung am Mittwoch wurde eine Woche später getroffen als geplant. Zunächst musste geprüft werden, ob Stadträte befangen sind, weil sie selbst Ferienwohnungen vermieten oder Vermietern besonders nahe stehen. Sieben Stadträte durften daher an der Abstimmung nicht teilnehmen.

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