AK warnt: Hohe Verluste durch Schneeballsystem

Die Arbeiterkammer (AK) Vorarlberg warnt vor „Anlagespezialisten“, die äußerst unrealistische Gewinnversprechungen abgeben. Derzeit werbe etwa die Firma Questra auf Facebook neue „Freunde“ an - es drohen hohe Verluste.

Obwohl auch die Finanzmarktaufsicht warnt, locken solche Systeme laut Franz Valandro von der AK-Konsumentenschutzabteilung besonders in Sozialen Netzwerken vor allem junge Männer an. In Facebook heißt etwa in einer Nachricht eines Vorarlbergers, der sich als Investmentexperte ausgibt und angeblich für die Firma Questra arbeitet: „Wer wissen will, wie man vier bis sieben Prozent Rendite pro Woche bekommt, darf gerne morgen mit mir zum Stammtisch kommen.“ Nun diskutieren ebenfalls auf Facebook Geschädigte, wie sie ihr Geld wieder zurückbekommen.

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AK warnt vor Questra

Die AK warnt vor Anlage-Spezialisten, die äußerst unrealistische Gewinnversprechen abgeben. Die Firma Questra ist eine Plattform, die derzeit in Vorarlberg aktiv ist.

Valandro: Rechtliche Probleme möglich

Laut Konsumentenschützer Valandro sind die Auszahlungsschwierigkeiten der Firma Questra seit Monaten bei der Arbeiterkammer bekannt. „Das Geflecht hinter Questra ist ganz undurchsichtig und wir raten, ebenso wie die Finanzmarktaufsicht, dringendst davon ab, bei Questra einzuzahlen oder dort aktiv zu werden.“ Wie viele Geschädigte es gibt, weiß der Konsumentenschützer nicht, er geht jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

Sehr oft würden bei diesen Systemen diejenigen, die zuletzt einsteigen, sehr viel Geld verlieren - die Gründer hingegen würden sehr viel Geld verdienen. Andererseits könne man unter Umständen rechtliche Probleme bekommen, wenn man Personen in diese Systeme hineinbringe, so Valandro. Wenn die versprochenen Auszahlungen ausbleiben, kommen die oft fadenscheinigen Ausreden: Man müsse neue Märkte erschließen - oder das Unternehmen müsse neu aufgestellt werden.

Warnung der Finanzmarktaufsicht

Ähnlich wie das Schneeballsystem funktionierten auch Multilevel-Marketingunternehmen wie Worldventures (amerikanisches Reiseunternehmen) und Dexcar. Auf den firmeneigeinen Facebook-Seiten erfährt man meist wenig, wer hinter den angeblichen Anlagespezialisten steckt. Zielgruppe seien aber meist Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, so Valandro.

Es empfiehlt sich, einen Kontrollblick auf die Website der Finanzmarktaufsicht zu werfen, um zu sehen, vor welchen Firmen man sich besser fernhalten sollte.

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