Snowboarder stürzte zwölf Meter über Felsen ab

Ein 52-jähriger Snowboarder ist am Montag über den „Großen Felsen“ in Zürs abgestürzt, zwei weitere Boarder kamen mit dem Schrecken davon. Es ist nicht der erste Unfall am „Großen Felsen“ in der jüngeren Vergangenheit.

Der 52-jährige Norweger war gegen 12.45 Uhr mit drei Landsleuten von der Bergstation der Trittkopfbahn in Richtung Tal gefahren. Im unteren Drittel der Abfahrt verließen sie die gesicherte Piste. Drei Snowboarder wählten einen Steilhang, ein Gruppenmitglied entschied sich für eine weniger gefährliche Route.

Der 52-Jährige fuhr seinen beiden Begleitern vor. Kurze Zeit darauf rutschte er rund fünf Meter eine beinahe senkrechte Felswand hinunter, überschlug sich und stürzte weitere zwölf Meter ab. Er landete mit dem Kopf voraus im Tiefschnee. Seine beiden Freunde hörten nur mehr einen Schrei und sahen den Mann dann verschwinden. Die Pistenrettung Lech brachte den Verletzten zu einem Arzt in Zürs.

Snowboarder Absturz
Polizei

Zwei Snowboarder drohten abzustürzen

Noch während die Alpinpolizei mit der Unfallaufnahme beschäftigt war, fuhren zwei israelische Snowboarder in Richtung des „Großen Felsen“. Einer der Polizisten hinderte die beiden Wintersportler am Weiterfahren und bewahrte die beiden möglicherweise davor, ebenfalls abzustürzen.

Die beider Männer im Alter von 28 und 31 Jahren konnten im steilen Gelände aber weder vor- noch zurückfahren. Ein Alpinpolizist seilte sich schließlich zu ihnen ab. Er brachte den 31-Jährigen selbst in Sicherheit, der andere wurde mithilfe des Polizeihubschraubers Libelle geborgen.

Weitere Hinweistafeln angebracht

Laut Polizei sind in den vergangenen Wochen bereits mehrere Wintersportler über den „Großen Felsen“ abgestürzt. Mitte Jänner stürzte dort ein Snowboarder aus Polen 15 Meter ab. Und am vergangenen Wochenende verletzte sich ein deutscher Skifahrer bei einem Sturz. Oberhalb der Gefahrenstelle wurden deshalb weitere vier Hinweistafeln mit der Aufschrift „Absturzgefahr“ aufgestellt.

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