Neues Werkraum-Depot in Andelsbuch

Der Werkraum Bregenzerwald Andelsbuch versteht sich als Schnittstelle zwischen Handwerk, Präsentation und Ausbildung, zwischen Tradition, Gegenwart und Zukunft. Am Freitagabend eröffnet jetzt das Werkraum-Depot, um zeitgenössisches Handwerk und Design aus der Region zu präsentieren.

Das erste Werkraumdepot gab es von 2004 bis 2013 in Schwarzenberg. Mit der Eröffnung des Baus von Architekt Peter Zumthor in Schwarzenberg wurde es aufgelassen. Damit fehlte aber ein zentraler Ort, um die beim Publikum sehr beliebten Möbelausstellungen dauerhaft ermöglichen zu können. Mit den 200 Quadratmetern Depotraum im Keller des Werkraumhauses in Andelsbuch wird das nun anders.

Es gibt aber Unterschiede, erklärt Werkraumleiter Thomas Geisler: „Dort war ja das Motto: Ein Ort des Schauens, Angreifens und Kaufens. Das können wir jetzt hier im jetzigen Depot nicht mehr zulassen, weil die Objekte alle Sammlungsobjekte des vorarlberg museums sind.“ Es sei durchaus schwierig, das den Besuchern zu vermitteln. „Hier in der Sammlung muss man einfach mit den Objekten entsprechend vorsichtig vorgehen.“ So bekommen alle Besucher weiße Stoffhandschuhe - denn unter Anleitung dürfen die Stühle, Tische, Schränke, Schlitten, Kinderbetten, Sofas, Herde, Kleidungsstücke doch „kontrolliert“ berührt werden.

Auch zur Ausbildung geeignet

Übernommen aus Schwarzenberg hat man die grauen sägerauhen Regale. „Diese Regalsituation beinhaltet natürlich auch, dass ich diese Gruppen umstellen kann“, sagt Geisler. Entsprechend mobil sei auch die Objektbeschriftung. Die meisten der rund 80 Objekte stammen aus den Einreichungen zur regelmäßig stattfindenden „Handwerk und Form“-Schau. Der Gestaltungswettbewerb bringt internationale Designer und Bregenzerwälder Handwerker seit 1991 zusammen. Das Werkraumdepot soll auch Ausbildungsraum sein und wird für Schüler und Lehrlinge offen stehen.

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