Ikea-Volksabstimmung: Bürgermeister gelassen

Der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP) zeigt sich in der Frage einer Volksabstimmung über die geplante Ikea-Ansiedlung gelassen. Am Montag will die Bürgerinitiative „Lebenswertes Lustenau“ einen entsprechenden Antrag bei der Wahlbehörde einbringen.

Er habe mit einer Volkabstimmung überhaupt kein Problem, sagt der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer am Freitag nach der Pressekonferenz der Bürgerinitiative „Lebenswertes Lustenau“. Er glaube aber nicht, dass bei einem Nein zu Ikea das Verkehrsproblem gelöst wäre.

Fischer betont, dass die Verkehrsprobleme in Lustenau nur durch den Bau der S 18 gelöst werden könnten. Sollte Ikea nicht kommen, würde es einen Auffülleffekt geben, der genauso stark wäre. Zudem stellt Fischer klar, dass bei einer Volksbefragung eine klare Fragestellung und eine ausreichende Beteiligung der Bevölkerung nötig wären.

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Widerstand gegen die geplante Ansiedlung von IKEA kommt von der neu gegründeten Bürgerinitiative „Lebenswertes Lustenau“. Bürgermeister Fischer zeigt sich gelassen.

Bürgerinitiative fordert Volksabstimmung

Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Lustenau“ will mit der Volksabstimmung die geplante Ikea-Ansiedelung in Lustenau abwehren. Freitagnachmittag hat sich die nach eigenen Angaben überparteiliche Bürgerinitiative mit 40 Mitgliedern, unter anderem Musiker Wolfgang Verocai oder Mediziner Simon Zünd, vorgestellt.

Erklärtes Ziel ist eine Volksabstimmung, bereits am Montag soll der Antrag bei der Wahlbehörde eingebracht werden, sagt die Sprecherin der Bürgerinitiative „Lebenswertes Lustenau“, die Pädagogin Simone Grabher. Eine wahre Verkehrslawine sei durch die geplante Ansiedlung in der Marktgemeinde zu erwarten und die Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze und Steuereinnahmen vergleichsweise gering. Für eine Volksabstimmung über Ikea wären rund 1.800 Unterschriften nötig.

Logo Bürgerinitiative Lebenswertes Lustenau
Bürgerinitiative "Lebenswertes Lustenau"
Das Logo „Trojanischer Elch“ der Bürgerinitiative „Lebenswertes Lustenau“.

Konzern begann bereits mit den Vorbereitungen

Die Landesregierung hat Anfang November mit einer knappen Mehrheit von vier zu drei Stimmen grünes Licht für Ikea in Lustenau gegeben. Der Konzern beginnt nun mit ersten Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren. Bei Ikea Österreich zeigt man sich über den Beschluss der Landesregierung erfreut. Bisher habe es nur vage Vorbereitungen gegeben, jetzt habe man ein klares politisches Bekenntnis, sagt Projektleiter Rodolphe de Campos - mehr dazu in: Möbelriese forciert Planungen für Lustenau.

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