Zumtobel-Aktie stürzt nach Gewinnwarnung ab

Der Dornbirner Leuchtenhersteller Zumtobel hat seine Gewinn- und Umsatzprognosen für das laufende Geschäftsjahr gekappt. Der Vorstand erwartet einen Umsatzrückgang von etwa fünf Prozent. Die Aktie stürzte daraufhin ab.

Unter anderem liege die Entwicklung in der professionellen Beleuchtungsindustrie weiter unter den Erwartungen und eine erhoffte Erholung sei kurzfristig nicht absehbar, teilte der börsennotierte Konzern am Mittwochabend in einer Aussendung mit.

Ein zunehmender intensiver Preiswettbewerb sowohl im Leuchten- als auch im Komponentengeschäft, ein nicht realisiertes Umsatzwachstum aufgrund interner operativer Herausforderungen und deutlich höhere Rückstellungen für Gewährleistungen würden die Entwicklung belasten, heißt es in der Aussendung. Darüber hinaus sei es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Projektverschiebungen in Großbritannien gekommen.

Gruppenumsatz im ersten Halbjahr gesunken

Der Vorstand erwartet nun für das Geschäftsjahr (per Ende April 2018) ein operatives Ergebnis von 50 bis 60 Millionen Euro und einen Umsatzrückgang von etwa fünf Prozent. Im Vorjahr lag das operative Ergebnis bei 72,4 Millionen Euro.

Auf Basis vorläufige Zahlen sei der Gruppenumsatz im ersten Halbjahr um 6,4 Prozent auf 624,4 Millionen Euro gesunken. Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-Ebit habe sich auf 20,2 Millionen Euro reduziert. Im Vorjahr lag es bei 52 Millionen Euro.

Aktie um über 20 Prozent eingebrochen

An der Wiener Börse brach die Aktie am Donnerstagvormittag um über 20 Prozent auf elf Euro ab. Damit erreichte sie den tiefsten Stand seit Juli 2016.

Zumtobel verlegt einen Teil der Produktion ins günstigere Serbien und zieht in Dornbirn seine Produktion zusammen. Der Betriebsrat sagte, man habe Begleitmaßnahmen ausverhandelt und eine drohende Schließung in Dornbirn verhindert - mehr dazu in Zumtobel verlegt Produktionsteile nach Serbien.

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