Budget 2018: Mehr Geld für Kinderbetreuung

Die Landesregierung hat am Dienstag einstimmig den Budgetvoranschlag 2018 beschlossen. Er sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,863 Mrd. Euro vor. Unter anderm im Fokus: die Kinderbetreuung.

Einmal mehr soll es keine Neuverschuldung geben. Je nach wirtschaftlicher Entwicklung ist aber ein Rückgriff auf Rücklagen in der Höhe von maximal 21 Millionen Euro eingerechnet. Schwerpunkte sind Investitionen in den Arbeitsmarkt, in die Digitalisierung und in die Kinderbetreuung.

Wallner: „Nicht auf guter Wirtschaftslage ausruhen“

Die Wirtschaft in Vorarlberg wächst - und das stärker als anderswo in Österreich. Auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es Bestwerte und die Exportquote steigt weiter an. Das seien günstige Voraussetzungen, um ein Budget zu erstellen, sagte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). Das Land wolle sich aber nicht zurücklehnen.

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Die schwarz-grüne Landesregierung hat am Dienstag den Budgetvoranschlag für 2018 einstimmig beschlossen. Der Landeshaushalt sieht Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von 1,86 Milliarden Euro vor.

„Nicht ausruhen auf guten Wirtschaftsdaten ist angesagt, sondern den Vorsprung weiter ausbauen“, so Wallner. Nur wer eine wirtschaftliche Stabilität habe, den Arbeitsmarkt weiter entlasten könne und den Aufschwung weiter fortsetze, habe auch die Chance, in die Zukunftsbereiche des Landes weiterhin gezielt zu investieren.

Rauch: Kinderbetreuung wichtig für Facharbeiter

Ein Fokus im Budget 2018 liegt in der Kinderbetreuung. Die Ausgaben in diesem Bereich werden weiter erhöht - laut Voranschlag 2018 sind mehr als 23 Millionen Euro für neue Betreuungsgruppen und Einrichtungen sowie für Personal vorgesehen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von mehr als zwei Prozent. Grünen-Landesrat Johannes Rauch betonte, Kinderbetreuung habe auch eine wirtschaftspolitische Bedeutung. Durchgängige und ganzjährige Kinderbetreuung sei für Facharbeiter eine wichtigere Anforderung als die Bezahlung.

„Digitale Agenda“ ab kommendem Jahr

Als weiteren zentralen Bereich nannte der Landeshauptmann die Digitalisierung. Bereits Anfang nächsten Jahres wolle man mit der Erstellung einer „Digitalen Agenda“ beginnen, in der auch genau definiert wird, wo Digitalisierung überall nötig ist. Dazu gehören der Ausbau des Breitbandinternets in Vorarlberg, die Ausstattung der Schulen sowie Mittel für Forschung und Entwicklung.

Zur Digitalisierung zählt Wallner auch den Ausbau der Fachhochschule in Dornbirn. Dort sollen ein neuer Studiengang eingerichtet und die Zahl der Studienplätze von 1.300 auf 1.500 erweitert werden.

Investitionen in Klimaschutz

Rauch nannte die Investitionen in den Klimaschutz als beispielhaft. Dabei gehe es jährlich um 100 Millionen Euro. Diese würden in den Ausbau des Radverkehrs und des öffentlichen Verkehrs fließen, so Rauch. Außerdem gehe es um Investition im Bereich Elektromobilität und in die Umsetzung der Ziele der Energieautonomie.

Der Budgetvoranschlag wird nun im Finanzausschuss behandelt und soll im Dezember vom Landtag beschlossen werden.

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