NR-Mandat für Martina Ess fast fix

Die ÖVP-Newcomerin Martina Ess bekommt höchst wahrscheinlich doch ein Mandat für den Nationalrat - und zwar über die Bundesliste. Nach der Nationalratswahl war eigentlich bereits klar, dass die Vorarlberger Volkspartei lediglich zwei Mandate über die Wahlkreise bekommt.

Über die Bundesliste ist der Einzug von Martina Ess jetzt sogar ziemlich wahrscheinlich, es hänge nur noch davon ab, ob die ÖVP in eine Bundesregierung eintritt. Auf der Bundesliste war Ess zwar auf den aussichtslosen 14. Platz gereiht, die ÖVP kann nämlich nur acht Bundeslisten-Mandate vergeben. Bis letzte Woche mussten die Kandidatinnen und Kandidaten vor Ess entscheiden, ob sie Landeslisten-Mandate annehmen. Das haben so viele getan, dass Ess jetzt auf Platz neun der Bundesliste ist und damit auf dem ersten Nachrücker-Platz für ÖVP-Chef Kurz.

Ess ist Nachrückerin für Sebastian Kurz

Kommt es nun zu einer Regierung mit ÖVP-Beteiligung, wird Kurz sein Mandat niederlegen und Martina Ess ist doch noch im Nationalrat. Drei Mandate war das erklärte Wahlziel der Vorarlberger Volkspartei bei der Nationalratswahl am 15. Oktober. Je ein Mandat in den beiden Wahlkreisen und eines auf der Landesliste, letzteres sollte die New-Comerin Martina Ess erobern. Am Wahlabend hat das jedoch nicht geklappt, letztlich fehlten rund 2,9 Prozent oder etwa 5.600 Stimmen dafür.

Sechs Vorarlberger Abgeordnete im Nationalrat

Mit Martina Ess, ihren ÖVP-Kollegen Karlheinz Kopf und Norbert Sieber, dem Freiheitlichen Reinhard Bösch, dem Sozialdemokraten Reinhold Einwallner und NEOS-Abgeordnetem Gerald Loacker wären dann sechs Abgeordnete aus Vorarlberg im Nationalrat.

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