Vorarlberg Schlusslicht bei Biobetrieben

Vorarlberg ist Schlusslicht bei der Umstellung auf Biobetriebe in der Landwirtschaft. Ein Grund dafür sei die hohe Zahl an Milchbauern und die kleinbäuerliche Struktur.

Vor rund fünf Jahren erklärte das Land Vorarlberg in der Ökolandstrategie das Ziel, bis zum Jahr 2020 die Zahl der Biobetriebe zu verdoppeln. Dieses Ziel scheint man nicht zu erreichen. Zwar erhöhte sich ihre Zahl in den vergangenen drei Jahren um 76 auf 550 Biobetriebe. Vorarlberg bleibt österreichweit aber immer noch Schlusslicht.

In Vorarlberg gibt es hauptsächlich Milchbauern. Für sie sei die Umstellung auf Bio mit deutlich mehr Aufwand verbunden, sagt der Leiter der Abteilung Landwirtschaft im Amt der Landesregierung, Günter Osl. Zeitlich brauche die Umstellung zwei Jahre. Die Landwirte müssten die Felder, das Futter und die Ställe umstellen.

Hoher Aufwand

Ein Problem bei der Umstellung sei die ländliche Struktur, so Osl. Die kleineren 27 Sennereien müssten einen Parallelbetrieb aufbauen, was mit zusätzlichen Kosten verbunden sei. Wenn ein Bauer seine Milch anderweitig verkauft, fehle sie in der Sennerei. Es müssten also alle Landwirte einer Sennerei umstellen, was unrealistisch sei.

Die Umstellung auf Bio wird vom Land gefördert. Im Vorjahr wurden 35.000 Euro an 34 Betriebe ausbezahlt. In Vorarlberg bewirtschaften die Biobauern rund 15 Prozent der landwirtschafltichen Flächen.

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