IKEA bringt laut CIMA Kaufkraft zurück

Vorarlberger lassen laut CIMA-Studien zig Mio. Euro in grenznahen Möbelhäusern liegen. Eben diese Kaufkraftabflüsse könnten durch eine IKEA-Ansiedlung in Lustenau geschmälert werden, meint CIMA-Geschäftsfürher Roland Murauer.

CIMA hat schon mehrfach Kaufkraftströme in Vorarlberg untersucht und zusammengefasst. Diese zeigen: Die finanziellen Möglichkeiten der Vorarlberger für tägliche Anschaffungen sind deutlich gestiegen. Allein 2016 hat demnach das Kaufkraftvolumen für Möbel innerhalb von sechs Jahren um 39 Prozent zugenommen. Der Großteil der Kaufkraft über alle Sparten - nämlich 83 Prozent - wird in Vorarlberg ausgegeben.

Millionen fließen in grenznahe Möbelhäuser

IKEA würde also nicht auf Kosten des regionalen Handels gehen, so Muraurer. Vielmehr komme es zunächst konzernintern zu einem Wettbewerb. Denn immer noch seien satte 62 Prozent der Vorarlberger Kaufkraftabflüsse in die Schweiz auf IKEA St. Gallen zurückzuführen.

Von den rund 200 Millionen Euro, die die Vorarlberger für Einkäufe zur Verfügung haben, fließen laut Muraurer zig Millionen Euro auch in grenznahe Möbelhäuser in Deutschland ab. Diese Möbelhäuser gebe es in dieser Art und Größe in Vorarlberg nicht.

„Keine direkte Konkurrenz“

Als Beratungsunternehmen habe CIMA deshalb zu einer qualitativen Weiterentwicklung des Angebots geraten. Das bedeute, dass man das vorhandene Angebot nicht auf noch mehr Standorte verteilen, sondern das Handelsportfolio noch attraktiver gestalten sollte - zum Beispiel durch die Ansiedlung eines großen Players wie IKEA, so Murauer gegenüber dem ORF Vorarlberg.

Mit den klassischen inhabergeführten Möbelhäusern in Vorarlberg könne IKEA nicht verglichen und deswegen auch nicht als direkte Konkurrenz gesehen werden, glaubt er. Murauer betont, dass seine Beurteilung sich rein auf den Handel beziehe. Andere Punkte - auch Kritikpunkte - könne er nicht bewerten.

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