Metaller-Lohnrunde: Freizeit-Option umstritten

Die Lohnverhandlungen für die Metallerbranche haben am Mittwoch begonnen. Die Vorarlberger Industriellenvereinigung erteilt der von der Gewerkschaft gewünschten Freizeit-Option eine Absage.

Wegen der steigenden Inflation müsse eine Lohnerhöhung von deutlich mehr als zwei Prozent drinnen sein, sagt der Vorarlberger ÖGB-Landesvorsitzende Norbert Loacker. Dieses Mal will er auch einen fixen Anspruch auf die Freizeitoption durchsetzen.

Viele der 13.000 Beschäftigten in der metallverarbeitenden Industrie in Vorarlberg hätten gerne mehr freie Tage anstatt mehr Geld, das zeigt eine repräsentative Umfrage des Gewerkschaftsbunds. Loacker sagt, der Druck sei heuer sehr groß, dass die Metaller endlich einen fixen Anspruch haben, zwischen Lohnerhöhung und mehr Freizeit wählen zu können.

Auftakt der Herbstlohnrunde

Die Metaller machen traditionell den Anfang bei den Herbstlohnrunden. Kräftige Lohn- und Gehaltserhöhungen fordern sie am Mittwoch.

„Kein fixer Anspruch“

Mathias Burtscher, Geschäftsführer der Vorarlberger Industriellenvereinigung, erteilt der Freizeitoption eine Absage. Einen fixen Anspruch auf mehr Freizeit statt Geld könne es nicht geben. Im Vordergrund bei den Verhandlungen stehe ein guter Lohnabschluss. Es gehe auch darum, dass die Unternehmen genügend finanzielle Mittel hätten, um weiterhin investieren zu können-

Mit einem Verhandlungsergebnis rechnen die Verantwortlichen jedoch erst nach der Nationalratswahl Mitte Oktober.

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