Illegaler Drogenkonsum wird riskanter

In Vorarlberg sichergestellte Drogen weisen einen immer höheren Reinheitsgehalt auf. Suchtmittelproduzenten bedienen sich zunehmend wissenschaftlicher Methoden. Bei gleichbleibendem Konsum erhöhe sich automatisch die Dosis und das damit verbundene gesundheitliche Risiko.

Laut jüngstem Drogenbericht des Landes nimmt der Reinheitsgehalt von Suchtmitteln zu. Dies trifft nicht nur auf Heroin, Kokain und synthetische Drogen zu. Bei den in Vorarlberg am häufigsten konsumierten Cannabis-Produkten lag der Gehalt des Wirkstoffs THC vor zehn Jahren noch bei sechs Prozent. Heute liegt er bei 15, in einzelnen Fällen sogar bei 50 Prozent.

Produzenten nützen Gentechnik

Gentechnik, moderne Zucht- und Synthesetechnik sowie andere Segnungen der Wissenschaft ermöglichen dies, allerdings mit fatalen Auswirkungen auf die Gesundheit von Drogen-Konsumenten. Neben der hohen Zahl an Drogentoten durch Heroin mit immer höherem Reinheitsgehalt, bereiten dem Psychiater Reinhard Haller auch die als recht harmlos bezeichneten Cannabis-Produkte zunehmend Sorgen. Das Cannabis von heute sei nicht vergleichbar mit dem vor 20, 30 Jahren. Heute werde die zehnfache Dosis konsumiert. Gefährlich kann es werden, wenn Cannabis länger und intensiv konsumiert wird, so Haller.

Haller warnt vor Psychosen

Immer mehr Cannabis-Konsumenten landeten daher mit psychotischen Störungen im Spital. Auch wenn diese erstmals noch recht gut zu behandeln seien, kann sich laut Haller bei weiterem Cannabis-Konsum eine bleibende Psychose mit Wahnvorstellungen entwickeln. Daher seien Prävention und Aufklärung heute umso wichtiger.

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