Erster Bitcoin-Automat in Vorarlberg steht

In Dornbirn ist diese Woche der erste Bitcoin-Automat in Vorarlberg aufgestellt worden. Die Nachfrage nach der Digitalwährung sei bereits groß, heißt es von den Betreibern. Banken stehen dem Produkt kritisch gegenüber.

Lange wussten nur Computerfreaks mit der Währung Bitcoin etwas anzufangen. Fast ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung wird die Digitalwährung aber auch für Otto Normalanleger langsam salonfähig.

Bitcoin ist eine digitale Währung, die über hochkomplexe mathematische Algorithmen per Computer generiert wird und an speziellen Onlinebörsen in reales Geld umgetauscht werden kann. Für die seit 2009 existierende Währung stehen im Gegensatz zu klassischen Währungen wie Dollar und Euro keine Regierungen und Zentralbanken ein, ihr Kurs wird allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt - mehr dazu in Die wichtigsten Fakten zur Digitalwährung.

Nachfrage quer durch alle Altersgruppen

Der Bitcoin-Automat steht in der „Gelben Fabrik“ in der Widagasse. Obwohl er erst vor wenigen Tagen aufgestellt wurde, sei die Nachfrage bereits groß, sagt Sara Bonetti von der „Gelben Fabrik“. Es gebe täglich quer durch alle Altersgruppen Anfragen zur digitalen Währung.

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Lob und Kritik

Im Beitrag zu sehen sind Sara Bonetti (Gelbe Fabrik), Philipp Büchel (Blockchain Büro) und Banker Günther Lutz.

Keine Klage im Notfall möglich

Günther Lutz, Prokurist bei der Dornbirner Sparkasse, steht dem Thema Bitcoin kritisch gegenüber. Vor einem Jahr habe sich der Wert verfünffacht, vor zwei Jahren habe sich der Wert um das Fünffache verringert. Zudem stecke niemand hinter dieser Währung, im Zweifelsfall könne somit auch niemand geklagt werden.

Lutz glaubt langfristig nicht an den Erfolg von Bitcoin und anderen virtuellen Währungen. Allerdings könne die Technik hinter den digitalen Transaktionen künftig von den heimischen Banken genutzt werden.

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