Literaturpreis 2017 geht an Sarah Rinderer

Der Literaturpreis 2017 des Landes Vorarlberg geht an Sarah Rinderer. Die in Hard aufgewachsene und heute in Linz lebende Autorin hat sich mit ihrem Werk „Mutterschrauben“ unter 29 Einreichungen durchgesetzt.

In einem anonymisierten Verfahren entschieden die Mitglieder der Kunstkommission Literatur über die Vergabe. Mit der 23-jährigen Harderin Sarah Rinderer erhält eine noch junge Autorin den Preis.

Einige literarische Arbeiten der Studentin der Kulturwissenschaften und der experimentellen Gestaltung sind bereits in Vorarlberg gezeigt worden: im Theater Kosmos und im Theater am Saumarkt. 2015 erhielt Rinderer das START-Stipendium für Literatur des Bundeskanzleramtes und das Leistungsstipendium der Kunstuniversität Linz.

Sarah Rinderer
VLK/privat

Reise in die Vergangenheit

In dem Gewinnertext „Mutterschrauben“ machen sich Großmutter und Enkelin vor dem Laptop auf eine Reise in die Vergangenheit. Die Geschichte der Großmutter, eine Erinnerung an die Vertreibung aus der Heimat, wird dabei aufgerollt. „Unprätentiös, nachgerade puristisch schafft es ‚Mutterschrauben‘, die Gegenwart mit der Vergangenheit zu verbinden, um sie in leisen Tönen wieder gegenwärtig werden zu lassen“, so Jurymitglied Barbara Winkler.

Der Literaturpreis des Landes ist mit 7.000 Euro dotiert. Die Verleihung findet am 24. April im Landhaus in Bregenz statt.

Arbeitsstipendium für Michael Vögel

Der Hittisauer Autor Michael Vögel bekommt ein Arbeitsstipendium in Höhe von 1.500 Euro. Er beeindruckte die Jury mit seinem Text „Im Anfang war das Wort“. Es handelt es sich um ein Fragment aus dem in Arbeit befindlichen Roman „Quasi Jesus“. Mit dem Arbeitsstipendium möchte die Jury Vögel die Chance geben, seine „lustvolle Persiflage auf den Heimatroman – ein Schriftsteller zwischen den Fronten der Dörfler“ weiterzuentwickeln.

Der Literaturpreis des Landes Vorarlberg wird seit 1999 alljährlich im April verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Monika Helfer, Arno Geiger, Verena Roßbacher, Christian Futscher, Raimund Jäger sowie Stefan Alfare.

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