Polizei warnt vor Dämmerungseinbrechern

Mit dem Herbstbeginn bricht auch für die Dämmerungseinbrecher wieder die „Hauptsaison“ an. Vorarlberg blieb bisher noch verschont - die Polizei rät aber jetzt schon zur Vorsicht.

In den nächsten Tagen werden die Kontrollen verstärkt, heißt es von der Polizei. Aber auch der eigene Einbruchsschutz dürfe dabei nicht zu kurz kommen, sagt Rainer Fitz von der Landespolizeidirektion. Die Einbrecher würden oft vor dem Licht zurückschrecken, so Fitz, er rät daher dazu, den Innen- und Außenbereich des Hauses bzw. der Wohnung gut auszuleuchten und beim Verlassen immer die Türen schließen.

Wichtig sei auch, die Fenster nicht gekippt zu lassen, weil gekippte Fenster kein Hindernis für die Einbrecher darstellen würden. Entscheidend ist laut Fitz die Nachbarschaftshilfe: „Halten Sie regelmäßig Kontakt zu ihren Nachbarn, so wissen Sie, was in der Nachbarschaft vorgeht und Sie erkennen auch ungewöhnliche Aktivitäten sofort.“ Unbedingt zu vermeiden sei, den eigenen Schlüssel etwa unter dem Fußabstreifer oder in Blumentöpfen zu deponieren.

Fitz: Nicht den Helden spielen!

Im Ernstfall rät Fitz, auf keinen Fall überstürzt zu handeln: „Wenn Sie doch einmal Opfer eines Einbruchsdiebstahls geworden sind, betreten Sie bitte den Tatort nicht, Sie verhindern die Spurensicherung und Sie zerstören Spuren.“

Erwischt man den oder die Einbrecher auf frischer Tat, solle man auf keinen Fall den Helden spielen, so Fitz. Stattdessen solle man sich zurückziehen und die Polizei über die Notrufnummer 133 verständigen.

Schwerpunkt auf schnell verwertbarem Gut

Wie wichtig derartige Sicherheitsmaßnahmen sind, sieht man laut Polizei daran, dass österreichweit im vergangenen Jahr mehr als 40 Prozent aller Dämmerungseinbrüche gescheitert sind. Beliebte Ziele sind vor allem Gegenden mit Einfamilienhäusern. Eingestiegen wird meist über Terrassentüren und gartenseitig gelegene Fenster, Türen oder Kellerzugänge.

In der Wohnung haben die Täter es vor allem auf schnell verwertbares Gut abgesehen - etwa Schmuck, Handys, Bargeld, oder PCs. Diese Wertgegenstände sollten in einem Safe oder sogar Bankschließfach verwahrt werden.

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