Dieing will neue Akzente setzen

Seit zwei Wochen ist Jutta Dieing als Kulturamtsleiterin in Bregenz im Amt. Ihr Ziel ist es, dass zukünftig mehr Menschen als bisher am Kulturleben der Landeshauptstadt teilhaben.

Tief ließ die neue Kulturamtsleiterin bei der Pressekonferenz am Montagmorgen noch nicht in ihre Karten blicken. Aber einige Wörter fielen recht häufig: Vielfalt, Breite, Vermittlung, Kooperation. Bei den Meisterkonzerten, dem Bregenzer Frühling und der Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis stehen die Zeichen auf Kontinuität, beim Magazin4 auf Veränderung.

Die Stadt hat die Vereinbarungen mit dem Bregenzer Kunstverein aufgekündigt, um mehr Handlungsfreiheit zu erlangen. Jetzt sollen in einem ergebnisoffenen Prozess mit regionalen und überregionalen Kulturakteuren neue Dialogplattformen entwickelt werden. Es gehe dabei nicht darum, in eine komplett neue Kunstsparte zu gehen, sagte Dieing, sondern darum, das bestehende Profil zu erweitern „im Sinne von neuen Aufführungsformaten, von neuen Kunstsparten, die man zusammenbringen kann.“

Kulturhauptstadt: Entscheidung 2018

Die Kunst soll mehr Menschen als bisher anziehen und sie soll auch wieder in die Stadt beziehungsweise in den öffentlichen Raum wandern. In Sachen europäische Kulturhauptstadt gab es unlängst wieder ein Treffen der vier beteiligten Städte und der Regio Bregenzerwald. Im Frühjahr 2018 soll entschieden werden, ob eine gemeinsame Bewerbung abgegeben wird oder nicht.

Das Leitgremium mit den Bürgermeistern sowie das Projektteam mit den Kulturhauptstadtbeauftragten steht, für die operative Koordination soll ab Jänner 2017 eine Person zur Verfügung stehen. Diesbezüglich sei man in Gesprächen, sagte der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP). Er sei der Meinung, dass eine Ausschreibung nicht „richtig“ sei, weil „sehr viel Kenntnis der lokalen Materie“ und „Vernetzung vor Ort“ notwendig sei.

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