„Maramba“: Paula Köhlmeier erzählt vom Glück

Vor dreizehn Jahren ist Paula Köhlmeier bei einem Spaziergang auf den Hohenemser Schlossberg tödlich verunglückt. Die 21-Jährige hinterließ einen Band mit Erzählungen, die das Walk-Tanztheater jetzt unter dem Titel „Maramba“ auf die Bühne bringt.

„Maramba“ ist ein Wort, das es nicht gibt. „Maramba“ ist ein Gefühl, das man nicht erklären kann. „Maramba“ ist eine Stadt voller Menschen, die aufeinander zugehen, die miteinander glücklich sein wollen - und allzu oft unglücklich sind.

Erzählungen von Paula Köhlmeier

Das Walk-Tanztheater bringt unter dem Titel „Maramba“ 47 Erzählungen der früh verstorbenen Schriftstellerin Paula Köhlmeier auf die Bühne.

„Sie macht das in einer packenden, lakonischen, trockenen, zum Teil aber auch forschen Sprache und Art, wie sie Leute skizziert, und trotzdem geht es um so etwas wie Glück“, beschreibt Produzentin Brigitte Walk Köhlmeiers Geschichten. „Und das hat natürlich mit sanften, zarten Empfindungen zu tun. Und dieser Gegensatz ist oftmals frappierend.“

Die Suche nach dem Glück

Paula Köhlmeier wollte von all den Menschen erzählen, die wie sie auf der Suche nach Glück waren. „Ihr Kopf war oft sehr konfus, und dieses Gefühl kommt sicher in diesem Stück auch sehr sehr oft vor“, sagt Jugendfreund Bastian Kresser. Er meint damit das „Schnell-Denken, Schnell-Handeln, und ab und zu eine Geschichte anfangen und in der Mitte aufhören und dann gleich die nächste Geschichte schon im Kopf haben.“

Livemusik gehört zu dieser Inszenierung ebenso wie Filme, schließlich studierte Köhlmeier an der Filmakademie in Wien. Wenn sie über Menschen nachdachte, dann dachte sie in Bildern. „Die Zuschauer haben die Möglichkeit, anhand einer Figur verschiedene Lebenswege nachzuverfolgen“, so Regisseurin Cornelia Rainer. Jeder Mensch habe viele verschiedene Seiten und Facetten, und das habe man versucht auf der Bühne umzusetzen.

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