Artenvielfalt: Jeder kann etwas tun

Mit einem Tag der Artenvielfalt in Hohenems haben am Samstag die Landesregierung, die Stadt und verschiedene Umweltorganisationen auf das Aussterben von Tieren und Pflanzen aufmerksam gemacht.

Die Hälfte des Vorarlberger Bienenbestands hat den Winter nicht überstanden. Lesen Sie dazu Winter hat Vorarlberger Bienen stark zugesetzt. Auch bei den Schmetterlingen gibt es einen Rückgang zu verzeichnen. Lesen Sie dazu 130 Schmetterlingsarten ausgestorben. Zwar gibt es im Land immer noch rund 2.300 Schmetterlingsarten, 38 Prozent gelten laut Biologe Klaus Zimmermann vom Naturmuseum Inatura in Dornbirn aber als gefährdet, in Tallagen sogar 43 Prozent.

Auch Private können etwas tun

Bienen und Schmetterlinge sind auf Artenvielfalt bei den Pflanzen angewiesen. Das Land bietet jetzt mit dem Umweltverband ein Bildungsprogramm zur Anlage und Pflege von Blühflächen an. In einem eigenen Projekt werden 18 Gemeinden bei der Anlage und Pflege von Blumenwiesen auf öffentlichen Flächen über drei Jahre begleitet. Artenvielfalt sei kein Kuschelthema, sondern ein existenzielles Thema für die Menschheit, sagte Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne) beim Tag der Artenvielfalt in Hohenems.

Aber auch Privatpersonen können etwas für die Bienen und Schmetterlinge tun: einfach auf Pestizide verzichten und Pflanzen säen oder stehen lassen, die bienen- und schmetterlingsfreundlich sind. Dazu gehören Brennnessel, Brombeeren und Himbeeren, Efeu, Klee oder wilder Wein.

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Im Video sehen Sie Rochus Schertler vom Vorarlberger Naturschutzbund, Anna Waibel, Umweltreferentin in Hohenems, Vogelkundler Georg Willi und Bürgermeister Richard Amann

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