Trinkjoghurt nicht empfehlenswert

Der Arbeitskreis für Vorsorgemedizin will den Schulen Trinkjoghurt und Milchmischgetränke aus Ländle-Produktion nicht mehr empfehlen. Der Grund: in den Milchprodukten ist mehr Zucker enthalten als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt.

Laut WHO sollen junge Menschen pro Tag nicht mehr als zehn Prozent ihres täglichen Energiebedarfs in Form von Zucker zu sich nehmen, das sind an die 15 Würfelzucker. Die Vorarlberg Milch gibt zum Beispiel auf der Packung ihres Kokos-Ananas-Trinkjoghurts einen Zuckergehalt von 14,4 Gramm pro 100 Milliliter Trinkjoghurt an - bei 500 Gramm Inhalt ergibt das dann 72 Gramm Zucker oder 18 Stück Würfelzucker, rechnet Angelika Stöckler vom Arbeitskreis für Sozialmedizin vor.

Das bedeutet laut Stöckler, dass Kinder und Jugendliche, die einen solchen Joghurtdrink konsumieren, damit mehr Zucker aufnehmen als die WHO für einen Tag empfiehlt. Aus diesem Grund tue sich der Arbeitskreis für Sozialmedizin schwer, den Schulen Joghurtgetränke und Joghurts wirklich zu empfehlen.

„Zuckermenge bestimmt der Konsument“

Wie viel Zucker in ein Milchprodukt kommt, macht man bei der Vorarlberg Milch allerdings weniger von Empfehlungen der WHO ab, sondern von Konsumententests, so Raimund Wachter, Geschäftsführer der Vorarlberg Milch in Feldkirch Giesingen.

Der Konsument wolle diesen Geschmack, und es sei Aufgabe der Vorarlberg Milch, den Geschmack des Konsumenten auch so zu treffen, dass ihm das Produkt auch schmeckt, erklärte der Geschäftsführer. Wachter verweist auf das Biofruchtjoghurt der Vorarlberg Milch, das nur 8,5 Gramm Zucker enthält, das vorwiegend der gesundheitsbewussteren Käuferschicht von Bioprodukten entspricht.

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