Tipp-Topp: Wickel und Hausmittel

Was tun, wenn einen die Grippe niederstreckt und man mehrere Tage lang im Bett bleiben muss? Haushaltsexpertin Rita Hämmerle erinnert uns mit ihren Tipps an bewährte Hausmittel bei Krankheiten.

Sendehinweis:

„Bodenseemagazin“, 23.2.2016, ORF Radio Vorarlberg

Eine starke Erkältung dauert ohne Medikamente sieben Tage und mit Medikamenten eine Woche, sagt so mancher Hausarzt. Und tatsächlich ist es so, dass wir meistens nur etwas gegen die Symptome tun können, bis sich unser Immunsystem gegen die Viren oder Bakterien verteidigt hat. Dafür braucht es selten teure Medikamente, denn oft haben wir alles Nötige bereits in der Küche.

Topfenwickel gegen Husten

Haushaltsexpertin Rita Hämmerle macht sich bei Husten einen Topfenwickel. Dazu gibt sie etwas Topfen auf ein Geschirrtuch, klappt das Geschirrtuch zusammen und legt es dem Kranken dann auf die Brust, wo es einige Stunden lang liegen soll. Das Tuch könne man auch über Nacht auflegen, dann sollte man aber zusätzlich einen Schal verwenden, damit es warm bleibt.

Topfenwickel verwendet Hämmerle übrigens deshalb, weil Topfen die Entzündung aus dem Körper zieht. Sie helfen auch bei Gelenksentzündungen und einem leichten Sonnenbrand.

Rita Hämmerle

Sigi Hämmerle

Rita Hämmerle

Essigwickel gegen Fieber

Wenn das Fieber nicht zu hoch ist, im Anfangsstadium also, ist der Essigwickel ein wirksames Mittel. Hämmerle verwendet dafür kaltes - aber nicht eiskaltes - Essigwasser. In diesem Wasser tunkt sie ein Tuch, windet es aus, umwickelt den Waden und legt noch ein Handtuch darüber.

Danach soll sich der Kranke hinlegen und zudecken. Ein halbe Stunde soll der Wickel mindestens draufbleiben, das ziehe das Fieber, sagt Hämmerle.

Zitronenwickel gegen Halsweh und Husten

Zitronen unterstützen das Abschwellen von entzündetem Gewebe und wirken kühlend, sind also auch hilfreich im Kampf gegen Halsweh oder Husten. Hämmerle schneidet die Zitronen in Scheiben, legt sie auf ein Tuch und faltet es zusammen. Dann soll man auf das Tuch drücken, damit der Saft herausläuft. Das Tuch soll man laut Hämmerle auf der Brust liegen lassen, bis es unangenehm wird.

Kartoffelwickel gegen Schmerzen

Kartoffelwickel wirken schmerzlindernd und wärmen stark. Sie sind also gut bei allen Beschwerden, die Wärme brauchen - etwa Halsschmerzen, Kopfschmerzen wegen Verspannungen oder Rückenschmerzen.

Dazu kocht Hämmerle die Kartoffeln weich und verdrückt sie dann. Anschließend legt sie die Kartoffeln auf ein Geschirr- oder Baumwolltuch und legt es auf. Das Tuch soll man erst abnehmen, wenn es abgekühlt ist. Man könne auch zusätzlich ein Wolltuch darüberlegen, damit der Wickel länger warm bleibt, sagt Hämmerle.

So ein Wickel kann im Anfangsstadium einer Krankheit hilfreich sein. Wenn nach ein oder zwei Tagen aber immer noch keine Besserung zu spüren ist, muss man natürlich einen Arzt aufsuchen.

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