Waldkauz mit Pflegerin Celine Egger
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Tiere

Uhu und Waldkauz fliegen in die Freiheit

Wenn in Vorarlberg Wildtiere verletzt sind und Hilfe brauchen, dann sind privat organisierte Hilfsorganisationen oder Privatpersonen zur Stelle. „Vorarlberg heute“ hat mit der Kamera begleitet, wie ein Uhu und ein Waldkauz wieder ausgewildert wurden. Vor allem der Moment der Auswilderung war für die Tierpfleger ein ganz besonderer.

Bei der privat organisierten Eulenhilfe Vorarlberg versuchen Tierliebhaber schwache oder verletzte Vögel wieder aufzupäppeln. So hat Gerhard Grätzner von der Eulenhilfe Vorarlberg drei Wochen lang einen Uhu intensiv gepflegt. Das Weibchen wurde mitten in der Stadt in der Hypo-Passage gefunden, erzählt Grätzner, das Tier war total abgemagert. Bis zu drei Kilo schwer ist ein Uhu normalerweise, das Weibchen wog aber nur noch rund ein Kilo – war also fast verhungert.

Das Tier wurde mit Tauben und mit Ratten „gemästet“, erzählt Grätzner, eineinhalb Kilo habe der Uhu zugenommen und sei wieder topfit. „Man kann ihn jetzt wieder loslassen – und ich bin froh, wenn er wieder in Freiheit kommt.“ So werden dem Tier die Fesseln entfernt und er wird in die Natur entlassen.

Uhu und Waldkauz werden ausgewildert

Bei der privat organisierten Eulenhilfe Vorarlberg versuchen Tierliebhaber schwache oder verletzte Vögel wieder gesund zu pflegen. Für die Tierpfleger war die Auswilderung des Uhus und des Waldkauzes ein ganz besonderer Moment.

Sendungshinweis: „Vorarlberg heute“, 10.01.2022, 19.00 Uhr, ORF2

„Ein lachendes und ein weinendes Auge“

Ähnlich ging es einem Waldkauz, der in Bezau gefunden wurde. Er wird an der Fundstelle wieder ausgewildert. Ein fast schon feierlicher Moment, auch für die ehrenamtliche Tierpflegerin Celina Egger, die dabei „ein lachendes und ein weinendes Auge“ hat. Auch der Mann, der den verletzten Waldkauz gefunden hat, möchte dabei sein.

„Man wird ihn schon vermissen, das abendliche Ritual, ihn zu füttern und zu pflegen. Aber er gehört in die Natur und das ist das, was für ihn bestimmt ist“, sagt Egger und nimmt das Tier auf ihre mit Leder geschützte Hand. Einen kurzen Moment nimmt sich der Waldkauz noch Zeit – bevor er seine Flügel ausbreitet und sich in die Lüfte aufschwingt.

Waldkauz fliegt wieder
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In der Luft: Der Waldkauz wieder in Freiheit