Ein Storch marschiert auf Nahrungssuche über eine Wiese.
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Natur

Vorarlberg als Paradies für Vögel

In Vorarlberg schwingen sich derzeit jede Menge Vögel durch die Lüfte – vor allem Milane, Graureiher und Störche. Die haben sich zuletzt stark vermehrt, weil das Klima wärmer geworden ist und die Vögel dadurch mehr Nahrung finden.

Doch neben dem Klima gibt es noch einen anderen Grund für die Zunahme diverser Vogelpopulationen. „Gerade Reiher und Störche profitieren sehr davon, dass so oft gemäht wird, weil sie dann leichter in den Wiesen nach Nahrung suchen können – also zum Beispiel nach Insekten, Mäusen oder Würmer“, sagt Ornithologin Johanna Kronberger, die Vorsitzende von BirdLife Vorarlberg.

Vogelparadies im Rheintal

Im Rheintal gibt es derzeit zahlreiche Vögel, besonders Milane, Graureiher und Störche. Eine Ornithologin erklärt, warum die Population sich vergrößert hat und warum sich die Tiere hier wohlfühlen.

Mit eigenem Kot gegen Hitze

Störche haben normalerweise orange-rote Füße. Wenn es heiß ist, können diese aber auch weiß sein. Das liegt laut Kronberger daran, dass Vögel nicht schwitzen können. Stattdessen nutze der Storch seinen eigenen Kot, um sich vor der Hitze zu schützen. „Er kotet sich auf die Füße und wenn das dann verdunstet, dann kühlt es die Füße. Und darum schauen die Füße so weiß aus. Das sind eben die Reste des Kots“, so Kronberger.

Eine Vogelexpertin schaut durch ein Fernrohr.
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Johanna Kronberger von BirdLife Vorarlberg hat die Vögel im Land genau im Blick.

Sendungshinweis: „Vorarlberg heute“, 28.7.2020, 19.00 Uhr, ORF2.

Häufig zu sehen sind auch Rabenkrähen mit geöffneten Schnäbeln, obwohl sie nicht am Fressen sind. Auch das diene der Kühlung, sagt die Ornithologin. Das Prinzip sei das Gleiche wie beim Hecheln eines Hundes.

Milane kreisen im Rheintal

Sehr viel häufiger als früher sieht man mittlerweile im Rheintal den Roten und den Schwarzen Milan. Auf Wiesen suchen die Vögel nach Beute – etwa nach Mäusen, Insekten oder Würmer.

Rotmilan
Matthias Schmidt
Der Rotmilan fühlt sich in Vorarlberg pudelwohl.