Die Ausstellung bei der „Festivelo“ Veranstaltung in Lustenau.
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Chronik

„Festivelo“: Alles rund ums Fahrrad

Die Coronavirus-Krise hat noch mehr Menschen dazu gebracht, öfter mit dem Fahrrad zu fahren. Passend dazu findet in Lustenau das „Festivelo“ statt. Im Zuge des Veranstaltungsformats gibt es dort in den nächsten Wochen Vorträge, Ausstellungen, Filme und Ausflugsfahrten zu erleben.

Beim „Festivelo“ in Lustenau dreht sich alles rund um die beliebten Drahtesel. Von einer internationalen Architektur-Ausstellung mit dem Fokus auf der sanften Mobilität, bis hin zu einer Ausstellung lokaler Museumsexponate zum Thema „Fahrrad fahren“ wird alles geboten.

Festivelo – alles rund ums Fahrrad

Das Festivelo nutzt den Aufschwung des Fahrrads, den die Coronakrise gebracht hat. In den nöchsten Wochen gibt es Ausstellungen, Filme und Ausflugsfahrten.

Erfolgsrezept „mobile Transformation“

Sechs Wochen lang steht Lustenau im Zeichen des Fahrrades. Die Ausstellung selbst wurde vom Vorarlberger Architekturinstitut ins Land geholt. „Wie wird eine Stadt durch langsamere Bewegungen und alternativer Mobilität zu einer lebenswerteren Stadt? Diese Frage kann man aber natürlich auch auf den ländlichen Raum umlegen“, erklärt Verena Konrad vom Vorarlberger Architekturinstitut.

Sendungshinweis:
„Vorarlberg heute“
Samstag, 23. Juli 2020
19.00 Uhr, ORF 2

Für derartige Transformationsprozesse gäbe es Beispiele auf der ganzen Welt, die immer zu Verbesserungen geführt hätten, sagt Konrad. Gerade wenn es um die Veränderungen von Mobilitätsverhalten gehe, bilde sich zuerst immer sehr viel Widerstand. „Das ist auch ganz natürlich aber die vielen positiven Beispiele weltweit zeigen uns, dass es sich lohnt, diese Mühe auf sich zu nehmen, damit diese Entwicklung auch hier einen guten Weg findet“, ist Konrad der Überzeugung.

Ein paar Menschen generieren Strom über Fahrräder.
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Passend zum Motto wird mit sportlicher Ertüchtigung auf dem Fahrrad das Rad-Kino angetrieben

Mehr Geld für die Fahrrad-Infrastruktur

Um was man nicht umhinkomme, wenn man die sanfte Mobilität forcieren wolle, sei die Aufstockung des Radbudgets im Land, sagt der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP). Momentan handelt es sich dabei um unter zehn Euro pro Kopf und Jahr.

„Erfolgreiche Regionen geben dafür ein Vielfaches aus. Da sind es an die 100 Euro oder mehr – und zwar jedes Jahr. Auf die Vorarlberger Bevölkerung hochgerechnet wären das 40 Millionen pro Jahr für die Fahrrad-Infrastruktur“, führt der Bürgermeister weiter aus. Wenn man die Mobilität verändern wolle, werde man sich an diesen Zahlen orientieren müssen.

Abwechslungsreiches Programm

Die Gemeinde Lustenau will ein Zeichen setzten. Das Motto der Ausstellung „Fahre Rad! Die Rückeroberung der Stadt“ ist Programm. „Wir haben geniale Fachvorträge mit Referentinnen und Referenten aus Kopenhagen und Deutschland aber auch einen gemütlichen Teil mit Radservice-Workshops, Rad-Kino, Musik und Kulinarik wird geboten“, erklärt Bernhard Kathrein, Leiter vom Bauamt Lustenau.

Am Donnerstagabend läuft im Rad-Kino eine ORF-Dokumentation zur 200-jährigen Geschichte vom Laufrad bis zur Hightech-Maschine. Der Strom für die Vorführung wird dabei auf Fahrrädern erstrampelt.