Romantik, Mystik und viel Sagenhaftes

Es ist sagenhaft, mystisch und über weite Strecken noch völlig unberührt: das Silbertal im Montafon. Schon der Name klingt nach etwas Besonderem, nach etwas Schönem, nach etwas Wertvollem. Wer ins Silbertal kommt, merkt schnell, dass die Gegend hält, was der Name verspricht.

Hinweis:

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Das Silbertal besticht durch eine einzigartige Landschaft, die gleichnamige Gemeinde liegt idyllisch eingebettet in eine zauberhafte Bergwelt. Der Name Silbertal geht darauf zurück, dass in der Region einst Edelmetall abgebaut wurde. Vor über 1.000 Jahren haben die Bergknappen auf den Höhen des Kristberghanges Silber, Kupfer und Eisen geschürft.

9 Plätze - 9 Schätze: Silbertal

Österreich ist wieder auf der Suche nach dem schönsten Platz des Landes. Der dritte Vorschlag aus Vorarlberg: das Silbertal.

Bergknappen-Kapelle

Am Kristberg steht die St. Agatha-Bergknappen-Kapelle, sie ist die älteste noch bestehende Kirche im Montafon und dürfte im 15. Jahrhundert erbaut worden sein. Der Legende nach wurden damals einige Bergknappen in einem Stollen verschüttet. Unter den Trümmern haben sie versprochen, eine Kirche zu errichten, wenn sie gerettet werden. Die Glocke in der Bergknappen-Kapelle dürfte aus dem 12. Jahrhundert stammen und ist somit ein Juwel unter den Glocken Österreichs. Während des Ersten Weltkriegs war sie zum Schutz tief in der Erde vergraben.

Wanderparadies

Der Kristberg ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Mit der Kristbergbahn geht es hinauf bis auf gut 1.400 Meter, von dort aus sind viele Wanderungen möglich. Eine Besonderheit am Kristberg ist das „Wildriad“. Das ist ein sehr großräumiger und ausgesprochen vielfältiger Moorkomplex, er gilt als das „Spitzenbiotop“ des Montafons. Moore wie dieses sind im ganzen Alpenraum sehr selten geworden, schließlich gedeihen im „Wildriad“ noch viele seltene Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind.

Märchenhafte Wässerchen

Wer im Silbertal unterwegs ist, hat manchmal das Gefühl, durch eine Märchenlandschaft zu spazieren. Geradezu lieblich schlängelt sich die Litz durch das Tal, um dann plötzlich wieder in einem imposanten Wasserfall talwärts zu rauschen. So manch einem Wässerchen im Silbertal wird eine heilsame Wirkung nachgesagt: Es gibt zum Beispiel das sogenannte „Warze-Bächle“. Wer eine Warze hat, kann sie ins Wasser tauchen und darauf hoffen, dass sie - wie von Zauberhand - verschwindet.

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== Sendehinweis: ==
„Vorarlberg heute“, 19.9.2018, 19.00 Uhr, ORF 2
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Unzählige Sagen

Die Geschichte vom „Warze-Bächle“ ist aber nur eine von vielen. In dieser Region sollen sich in der Vergangenheit sehr viele geheimnisvolle Dinge zugetragen haben, unzählige Sagen erzählen davon. Und diese Geschichten werden hier nach wie vor gern weitergetragen: Jeden Sommer finden auf einer der größten Freilichtbühnen Europas die Montafoner Sagenfestspiele statt – Laiendarsteller aus dem Dorf und der Umgebung erwecken eine mystische Erzählung zum Leben. Jedes Jahr tauchen rund 4.000 Besucher in die Vergangenheit ein.

Intakte Natur im Verwall

Rund zwei Drittel des Silbertals gehören zum Europaschutzgebiet Verwall. Dieses Natura-2000-Gebiet ist rund 120 km² groß und somit das größte Schutzgebiet Vorarlbergs. Es ist sogar größer als vier der sechs österreichischen Nationalparks. Die Landschaft ist zum Teil noch völlig unberührt. Genau das macht sie besonders kostbar. Viele scheue und ruhebedürftige Tiere - vor allem Vögel - finden hier noch einen guten Platz zum Leben. Und so ziehen etwa Steinadler oder Wanderfalken hoch oben ihre Kreise.

Zwei Seen und ein langer Atem

Ganz hinten im Silbertal befinden sich mitten in der Gebirgslandschaft noch einige reizvolle Seen. Sie scheinen im Hintergrund bewacht zu werden vom Patteriol, einem imposanten Berg, der schon zu Tirol gehört. So wirklich einfach zu erreichen ist das Gebiet allerdings nicht. Wer diese besondere Ruhe genießen möchte, braucht vorher einen langen Atem. Von der Gemeinde Silbertal bis ans Ende zum Langsee sind es etwa 20 Kilometer. Zu Fuß dauert der Weg locker fünf Stunden für eine Strecke. Im Sommer ist an manchen Tagen ein Wanderbus unterwegs, damit lassen sich zumindest die ersten zehn Kilometer schneller bewältigen.

Pause auf der Alpe

Aber auch jene, die nicht bis zum Talabschluss kommen, können sich glücklich schätzen. Schließlich hat das Silbertal überall sehr viel Schönes zu bieten. Und was kann dagegen einzuwenden sein, ein paar Stunden auf einer idyllisch gelegenen Alpe mit guter Bewirtung zu verbringen und den Blick über die traumhafte Landschaft streifen zu lassen?