Hangsicherung soll Rutschung beim Dorener „Gschlief“ stoppen

Vor sieben Jahren ist beim Dorener „Gschlief“ die letzte größere Hangrutschung abgegangen. Seither bewegt sich die Abbruchkante jedes Jahr im Schnitt einen Meter in Richtung Siedlungsgebiet. Experten haben nun die Lösung, wie die Rutschung gestoppt werden kann.

Bei Experten hat lange Rätselraten darüber geherrscht, was denn nun die beste Maßnahme ist, um die Rutschung zu stoppen. Jetzt versucht man, den Hang mit einem sogenannten „Krismer- oder Raumgitter“ zu stabilisieren.

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Im Video zu sehen: Andreas Reiterer, Leiter Wildbach- und Lawinenverbauung Vorarlberg; Ein Beitrag von: Jürgen Sebö, Tobias Becker, Sabrina Winter.

Projekt kostet 500.000 Euro

Bis zu elf Meter lange Eisenstangen werden derzeit horizontal in den Hang gebohrt und verankert. Danach wird auf den vorstehenden Ankern ein dreidimensionales Stahlgitter befestigt und dessen Hohlräume mit Schotter aufgefüllt.

System in Vorarlberg erstmals eingesetzt

Dieses Anker-Gitter-System soll einerseits die Gesteinsschichten verbinden und die Oberfläche vor Erosion schützen. An die 250 solcher Anker werden auf 3.000 Quadratmeter Hangfläche verbaut, sagt der Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung Andreas Reiterer. Die Kosten für dieses in Vorarlberg zum ersten Mal eingesetzte System belaufen sich auf rund 500.000 Euro. Für Bürgermeister Guido Flatz ist das ein erster Schritt in eine nachhaltige Absicherung des Hanges.

Bis Ende August sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Danach wird der Hang ein Jahr beobachtet, um zu sehen wie sich das Anker-System bewährt.

Link:

Hang in Doren stabil (17.02.14, vorarlberg.ORF.at)