Der neue Fernseh-Übertragungswagen des ORF

Modernste Fernsehübertragungstechnik auf höchstem Niveau: Am 14. Juli wurde der neue FÜ33 im ORF-Landesfunkhaus Dornbirn präsentiert.

Nach mehr als einem halben Jahr intensiver Vorbereitungsarbeiten eines hochspezialisierten Technik-Teams steht der neue HD-Fernseh-Übertragungswagen des ORF bereit. Der sogenannte FÜ33 ist ab sofort das Herz vieler ORF-Großproduktionen in den Bundesländern. Im Rahmen einer Presse-Vorführung präsentierten am 14. Juli 2016 der Technische Direktor des ORF, Michael Götzhaber, und der Landesdirektor des ORF Vorarlberg, Markus Klement, Details, Besonderheiten und die spannenden Einsatzgebiete des neuen ORF-Fahrzeugs.

Wrabetz: ORF in Regionen verwurzelt

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Unsere Landesstudios sind eine der ganz großen Stärken des ORF. An ihnen wird deutlich, wie tief der ORF in den österreichischen Regionen verwurzelt ist. Deshalb lege ich großen Wert auf die Stärkung und die Absicherung der regionalen Marktführerschaft der ORF-Landesstudios. Dazu gehört auch eine moderne technologische Infrastruktur, die wir mit der Inbetriebnahme des neuen HD-Übertragungswagens ausbauen.“

Michael Götzhaber, Direktor für Technik, Online und neue Medien des ORF: „Eine der strategischen Aufgaben der ORF-Technik ist die Planung der richtigen Betriebsmittel zur Erfüllung der öffentlich-rechtlichen Kernaufgaben. Dabei ist die optimale Technologie zu wählen, die richtige Dimensionierung zu finden und ein effizienter Betrieb sicherzustellen. Dieser Übertragungswagen erfüllt alle diese Anforderungen und ist damit wichtiger Bestandteil unserer mobilen Flotte.“

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Im Beitrag sehen Sie: Michael Götzhaber, Technischer Direktor ORF; Markus Klement, ORF-Landesdirektor; Arno Riedmann, Weekend-Magazin; Albert Mennel, Magazin exclusiv; Harald Schertler, Wann & Wo

Markus Klement, Landesdirektor ORF Vorarlberg: „Mit diesem hochmodernen Produktionsmittel sind wir in Vorarlberg bestens für mobile Fernsehproduktionen der nächsten Jahre gerüstet. Das neue Fahrzeug ermöglicht es dem ORF Vorarlberg, sämtliche Übertragungen vom kleineren Liveeinstieg bis zum großen Kultur- oder Sportevent in bester HD-Qualität für unser Publikum herzustellen.“

Hauptstandort: Innsbruck

Rund zehn Meter lang, zweieinhalb Meter breit, fast vier Meter hoch und 18 Tonnen schwer ist der jüngste Zuwachs der mobilen ORF-Flotte. Haupteinsatzgebiet des neuen Fahrzeugs werden die Produktionen der ORF-Landesstudios in Westösterreich sein. Hauptstandort ist Innsbruck, also in der Mitte der Einsatzgebiete Vorarlberg, Tirol und Salzburg gelegen. Im ORF Vorarlberg sowie im ORF Tirol ist jeweils ein hochspezialisierter Techniker für die Betreuung des FÜ33 zuständig.

Einstand bei den Bregenzer Festspielen

Seinen Einstand feiert der neue Fernseh-Übertragungswagen am 20. Juli bei der Eröffnung der Bregenzer Festspiele und der Übertragung der Festspiel-Hausoper „Hamlet“. Auch Großproduktionen wie „Mei liabste Weis“, „Frühling in Vorarlberg“, „Advent in Vorarlberg“ und zahlreiche andere österreichweit gesendete Bundesländerproduktionen entstehen mit der ausgefeilten Technik dieses Fahrzeugs. Die großen Sportübertragungen aus den Bundesländern werden ebenfalls für die nationale Verbreitung abgewickelt.

Neuer Übertragungswagen

Maurice Shourot

Michael Götzhaber (Direktor für Technik, Online und neue Medien des ORF) und Markus Klement (Landesdirektor ORF Vorarlberg)

Aufbauend auf den Planungsvorgaben und der Ausschreibung durch die Anlagenplanung im ORF Zentrum Wien, wurden in den vergangenen Monaten rund 11.000 Arbeitsstunden in den mechanischen und elektrischen Aufbau investiert. In dieser intensiven Konstruktionszeit waren sechs Personen aus den Bereichen KFZ, Mechanik, Verkabelung, Konfigurationsarbeiten und Prüfung im Einsatz. Insgesamt sieben Kilometer Kabel wurden verbaut.

Mobiler Regiewagen

Der FÜ33 ist ein High-Tech-Fahrzeug auf technisch aktuellstem Stand. Bis zu acht kabelgebundene Kameras laufen zusammen, drei weitere Funkkameras können zugeschaltet werden. 25 Rechnersysteme und 56 Mikrofonanschlüsse machen den neuen Fernseh-Übertragungswagen zu einem extrem vielseitig einsetzbaren Fahrzeug. Ein zentrales Steuersystem, über das alle Geräte des Fahrzeuges vernetzt sind, können zentral von einer Person gesteuert werden. Bis zu 20 Videosignale laufen in diesem ausgeklügelten technischen Netzwerk zusammen. Derzeit gibt es acht Videoserverkanäle, eine Bandmaschine, eine Disc-Aufzeichnungsmaschine sowie ein Achtfach-Aufzeichnungsgerät für USB-Mitschnitte.

Der neue Fernseh-Übertragungswagen ist an sich ein fahrbarer Regieplatz, der in drei Räume unterteilt ist: Im Haupttechnikraum sind Bildtechnik und der Arbeitsplatz des Ü-Wagen-Leiters angesiedelt, ein weiterer Raum ist der Arbeitsbereich der Bildregie und ein dritter Raum beherbergt den/die Tonmeister. Das Fahrzeug verfügt über sechs Klimazonen (je drei für die Räume und die Geräte), alle getrennt voneinander regelbar.

Der Haupttechnikwagen, also der mobile Regieplatz, wird immer von einem sogenannten Rüstfahrzeug begleitet. Dieser Zusatzwagen mit neuneinhalb Metern Länge, zweieinhalb Metern Breite und mit 15 Tonnen Gewicht transportiert alle beweglichen Elemente wie Kameras, Stative und Ausrüstung.