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Wasserrettung Vorarlberg
Wasserrettung Vorarlberg
Chronik

Wer gerettet wird, bekommt die Rechnung

Zwei Großeinsätze am Bodensee haben die Wasserrettung Vorarlberg am Osterwochenende beschäftigt. Wer aber zahlt solche Einsätze? Grundsätzlich gilt: Wer die Wasserrettung ruft, weil er davon ausgeht, dass sich jemand anderes in einer Notlage befindet, muss nichts bezahlen. Eine Rechnung bekommen allerdings diejenigen, die geborgen werden.

Für die Wasserrettung Vorarlberg war es nach einer ruhigen Winterzeit das erste größere Einsatzwochenende in diesem Jahr. Am Freitag musste die Wasserretter ausrücken, weil ein Segelboot auf dem Bodensee mit sechs Personen beim Sturm nicht mehr alleine in den Hafen kam, am Ostersonntag wurde ein laut Augenzeuge angeblich im See untergegangener Mann gesucht. Insgesamt 50 Einsatzkräfte und der Polizeihubschrauber rückten aus.

Pauschalbetrag für Einsatz

Wer aber zahlt die Kosten für einen solchen Einsatz? „Die Kosten, die uns entstehen für Treibstoffe, für die Ausrüstung, für die Boote, die bekommen wir aus dem Rettungsfonds des Landes gefördert“, sagt der Präsident der Wasserrettung Vorarlberg, Philipp Stadler. Ansonsten muss die Kosten die Wasserrettung für diese Einsätze selbst tragen.

Wer die Wasserrettung verständigt, muss sich jedenfalls keine Sorgen machen, Kosten verrechnet zu bekommen – solange das nicht missbräuchlich geschieht. Aber Personen, die in Not geraten, wie jene Segler am Freitag, müssen die Bergungskosten generell selbst tragen, sagt Stadler: „Grundsätzlich ist es so, dass von Gesetzes wegen die Wasserrettung denjenigen ein Pauschalbetrag für einen Einsatz verrechnet, zu dessen Gunsten der Einsatz erfolgt ist.“ Wenn jemand also in Not geraten ist und gerettet wurde, bekommt er von der Wasserrettung eine Rechnung über die pauschalen Kosten des Einsatzes.

Insgesamt funktioniert das Abrechnungssystem bei der Wasserrettung damit ähnlich wie bei der Bergrettung. Auch jemand, der bei einer Wanderung in den Bergen nicht mehr weiter kommt, hat eine Rechnung für die Bergungskosten zu erwarten.

Bis zu über 1.000 Euro

Je nach Größenordnung kostet das Ausrücken der Wasserrettung in solchen Fällen mehrere hundert bis über 1.000 Euro – und zwar unabhängig davon, ob es eine Sturmwarnung gab oder nicht. Im vergangenen Jahr gab es in Vorarlberg 131 solcher Notfallalarmierungen über den Piepser.

Wer aber verhindern möchte, dass er tatsächlich selber für seine Bergung auf dem See zahlen muss, kann im Vorhinein eine Versicherung abschließen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, auch die Wasserrettung selbst bietet eine entsprechende Versicherung an.

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