Pegel, Wasserstand, Bregenz
Abteilung Wasserwirtschaft / Amt der Vorarlberger Landesregierung
Abteilung Wasserwirtschaft / Amt der Vorarlberger Landesregierung
Chronik

Bodensee-Pegel weiter ungewöhnlich hoch

Nach den Rekordwerten im Dezember ist der Wasserstand des Bodensees auch in den vergangenen Wochen noch immer ungewöhnlich hoch für die Jahreszeit. Mit einem aktuellen Stand von 336 Zentimetern lag der Wasserstand am Sonntag bei der Messstation in Bregenz rund einen halben Meter über dem langjährigen Mittelwert für diesen Tag.

Die aktuellen Werte zeigten eine weiterhin ungewöhnliche Tendenz für die Jahreszeit, sagt Thomas Blank von der Abteilung Wasserwirtschaft beim Land Vorarlberg. Der Pegel lag am Sonntag 48 Zentimeter über dem langjährigen Mittelwert (288 Zentimeter). Rekord für Anfang März ist das aber nicht – der bisher höchste an einem 3. März gemessene Wert sind 363 Zentimeter, also noch einmal 27 Zentimeter mehr. Rekordwerte gab es dafür im Dezember, damals war der Wasserstand so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 150 Jahren.

Die hohen Pegelstände der vergangenen Monate, insbesondere im November und Dezember, seien auf die außergewöhnlich starken Niederschläge in der gesamten Region zurückzuführen, so Blank. Zusätzlich hätten die durchgehend hohen Temperaturen zu einem beschleunigten Schmelzprozess des Schnees geführt, was den Abfluss in den Bodensee weiter verstärkt habe.

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Viel Schwemmholz am Bodensee
ORF Vorarlberg
Derzeit lagert wieder viel Schwemmholz am Ufer und auch im Schilfgürtel des Bodensees. Der hohe Wasserstand ist verantwortlich dafür, dass das Schwemmholz teils im Schilf hängen bleibt.
Holz im Schilfgürtel
ORF Vorarlberg
Voll mit Schwemmholz
ORF Vorarlberg
Schwemmholz am Ufer
ORF Vorarlberg

Steigende Tendenz durch Klimawandel

Angesichts des Klimawandels und der Tendenz zu wärmeren Wintern werden in Zukunft generell höhere Wasserstände im Winter erwartet, betont Blank. Dennoch sieht er hinsichtlich des Hochwasserschutzes am Bodensee und den angrenzenden Gemeinden keine negativen Auswirkungen. Im Sommer lägen die Höchstwerte des Bodenseewasserstandes wesentlich über den Winterwerten.