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APA/BARBARA GINDL
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Chronik

Mehr Alkohol-Unfälle als vor der Pandemie

In Vorarlberg hat es im Vorjahr mehr Alkohol-Unfälle gegeben als im Jahr 2019 vor der Covid-19-Pandemie. Der Verkehrsclub VCÖ warnt besonders im Fasching davor, sich nach dem Konsum von Alkohol hinters Steuer zu setzen. Bereits bei 0,5 Promille steige das Unfallrisiko auf das Doppelte.

Mit dem Faschingsdienstag erreicht der Fasching in Vorarlberg seinen Höhepunkt. Damit alle von den Feierlichkeiten sicher nach Hause kommen, rät der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in einer Aussendung dazu, unbedingt die Devise „Don’t Drink & Drive“ zu beherzigen. Alkohol führe zu einer schlechteren, langsameren Reaktion, schränke das Sehvermögen und das Sichtfeld („Tunnelblick“) ein, gleichzeitig nehme die Selbstüberschätzung zu, betont der VCÖ. In Summe führe das zu einem stark erhöhten Unfallrisiko: Bereits bei 0,5 Promille steigt laut VCÖ das Unfallrisiko auf das Doppelte, bei 1,0 Promille auf das Siebenfache und bei zwei Promille auf das 35-Fache.

Verstärkte Kontrollen zur Faschingszeit

Im vergangenen Jahr wurden in Vorarlberg im Schnitt laut VCÖ jede Woche bei vier Alkohol-Unfällen Menschen verletzt. Allein in den ersten drei Quartalen 2023 wurden demnach bei Alko-Unfällen in Vorarlberg 182 Menschen verletzt und damit um fünf Prozent mehr als vor Corona im Vergleichszeitraum des Jahres 2019, informiert der VCÖ. Die Polizei hat für die Faschingszeit verstärkte Kontrollen angekündigt.

„Gute Freunde schauen nicht weg“

Der VCÖ betont auch die Wichtigkeit von sozialer Verantwortung im Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit: Gerade in Freundesrunden sei es wichtig, nicht wegzuschauen, wenn sich jemand aus der Runde alkoholisiert hinter das Lenkrad setzen wolle. „Gute Freunde schalten sich ein und schauen nicht weg“, heißt es in der Aussendung des VCÖ.