Mario Gasser, Zeppelinpilot
ORF Vorarlberg
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Chronik

Einer von wenigen: Vorarlberger wird Zeppelin-Pilot

Mario Gasser aus Wolfurt wird Zeppelin-Pilot. Er hat sich bei der Bewerbung zur Ausbildung gegen hunderte andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgesetzt. Zeppelin-Piloten gibt es nämlich nicht viele, sogar weniger als Astronauten.

Für Gasser ist die Vorbereitung auf eine Flugstunde mit dem Zeppelin fast genauso spannend wie das Fliegen selbst. Die Planung beginnt bereits mit dem ersten Blick aufs Wetter zu Hause beim Frühstück. Ein Zeppelinflug sei nämlich eine komplexe Angelegenheit, erklärt er.

Aufwändige Planung und Vorbereitung

Man müsse unter anderem die aktuellen Heliumwerte im Schiff vom Bodenteam abholen, die Temperaturen des Tages bei verschiedenen Flugwetterberatungen einholen sowie den Luftdruck, den Wind und besondere Wetterphänomene überprüfen. „Dann treffen wir schon einmal die erste grobe Entscheidung, ob es überhaupt denkbar ist, zu fliegen“, beschreibt Gasser. Sollte die Entscheidung positiv ausfallen, gehe man in die Detailplanung.

Flugstunde mit Zeppelin-Pilot

Die Theorieausbildung hat Gasser bereits positiv abgeschlossen. Bevor es zum Flugschiff selbst geht, kontrolliert Fluglehrer Fritz Günther, wie gut er auf die Flugstunde vorbereitet ist. Das Flugfeld ist 75 Meter lang, der Zeppelin rund acht Tonnen schwer. Vor dem Abflug muss das Luftschiff dort bis ins Detail kontrolliert werden, während die Bodencrew alles für die Flugstunde vorbereitet.

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Mario Gasser, Zeppelinpilot
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Für Mario Gasser geht mit seiner Ausbildung ein Traum in Erfüllung
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„Es ist wirklich ein besonderes Gefühl, hier oben zu sitzen“, schwärmt Gasser
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Ein Zeppelin-Flug bedarf einer aufwändigen Vorbereitung
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Die Bodencrew bereitet den Abflug vor
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Mario Gasser wird einer von wenigen Zeppelin-Piloten weltweit

Ein außergewöhnliches Flugerlebnis

Dann wird der Zeppelin vom Mast gelöst – und hebt ab. Es sei ein außergewöhnliches Flugerlebnis, erzählt Gasser. Für ihn geht ein Traum in Erfüllung: „Die Vorfreude war sehr groß. Es ist wirklich ein besonderes Gefühl, hier oben zu sitzen“, freut er sich.

Auch Fluglehrer Günther schwärmt, das Fliegen mit einem Zeppelin sei zwar hochtechnisch, aber naturnah. Es sei ein Zusammenspiel von Physik, Erostatik, Helium, Wetter, dem Luftschiff und dem Handwerk Fliegen. „Diese Kombination macht die Sache hochinteressant“, meint er. Die Landung nach dem Flug sei dann eine Herausforderung – das sei „wahre Flieger-Kunst“.