Ärztin mit Medikamenten
APA/HELMUT FOHRINGER
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Gesundheit

Medikamentenmangel nur teils entschärft

Im vergangenen Winter hat man in Vorarlberger Apotheken erfolglos nach vielen Medikamenten gefragt. Nach wie vor sind rund 500 Produkte nicht lieferbar. Bei der Versorgung mit Antibiotika, vor allem für Kinder, hat sich die Situation zwar gebessert – doch der Medikamentenmangel hat beunruhigende Ausmaße angenommen, gerade auch weil man im Winter erneut bakterielle Infektionen und Coronaviruserkrankungen fürchtet.

Auch wenn sich die Situation über den Sommer etwas entspannt hat, werden die Coronavirusinfektionen weiter steigen und auch die bakteriellen Infektionen werden wieder kommen, sagt Apotheken-Sprecher Christof van Dellen.

Grippe-Impfstoffe direkt beim Arzt erhältlich

Deshalb sei es gut, dass ab Anfang Oktober wieder Grippe-Impfstoffe verfügbar sein werden. Der Bund stellt die Impfstoffe ja mittlerweile gratis zur Verfügung. Wer sich impfen lassen möchte, muss nicht mehr in die Apotheke, sondern geht einfach zum Arzt und muss lediglich die Rezeptgebühr in Höhe von knapp sieben Euro bezahlen.

Im Notfall: Ersatzmedikamente selbst herstellen

Sollten die Lieferengpässe wieder akut werden, könnten die Apothekerinnen und Apotheker wieder Ersatzmedikamente selbst herstellen. Van Dellen erwartet einen herausfordernden Winter, aber man sei gewappnet. Die Apotheker jedenfalls befürchten erneut akute Engpässe im Winter.