Chronik

Feuerwehr rettet Kalb aus Gülleschacht

Mit einer aufwändigen Bergungsaktion hat die Feuerwehr am Mittwochmorgen in Feldkirch ein Kalb aus einem Gülleschacht gerettet. Das Tier drohte in dem gefüllten Schacht zu ersticken – den Feuerwehren Tosters und Rankweil gelang es schließlich, das 300 Kilo schwere Kalb mit einem Seilzug und Muskelkraft nach oben zu ziehen.

Das Kalb war im Stall in einen Güllekasten gestürzt, der sich unter der Stellfläche der Tiere befindet, so Einsatzleiterin Katharina Karnekar von der Feuerwehr Feldkirch-Tosters. Als die Feuerwehr gegen 9.30 Uhr eintraf, bekam das Rind kaum noch Luft, weil es bis zum Kopf in der Gülle versunken war. Ein Tierarzt wurde alarmiert, auch die Feuerwehr Rankweil als Tierrettungsstützpunkt rückte mit Geräten für eine Großtierbergung an.

Mit vereinten Kräften nach oben gezogen

Zudem musste die Feuerwehr zunächst von den umliegenden Bauernhöfen Güllefässer anfordern, um die Gülle aus dem Schacht zu pumpen. Als ein Großteil der Gülle entfernt war, konnte das Tier wieder frei atmen – war aber immer noch in dem Schacht gefangen. Deshalb wurde zunächst der Boden um den Schacht herum teilweise aufgerissen.

Weil ein Kran wegen der zu niedrigen Raumhöhe in dem Stall nicht verwendet werden konnte, musste ein Dreibein mit Seilzug herhalten. Schließlich wurde das 300 Kilo schwere Tier mit vereinten Muskelkräften der Feuerwehr nach oben gezogen. Das Tier, das für die Bergung vom Tierarzt betäubt wurde, überstand den Sturz und die zweistündige Rettungsaktion unverletzt.