Essen im Mistkübel Biomüll
ORF.at/Lukas Krummholz
ORF.at/Lukas Krummholz
Wirtschaft

„Strenge Kriterien bei Müll-Vergabe“

Die Kritik am grenzüberschreitenden „Mülltourismus“ hält an. Biomüll aus Lustenau wird nach Ravensburg gebracht und umgekehrt. Der Auftrag sei nach strengen Kriterien vergeben worden, heißt es vom Vorarlberger Umweltverband.

Künftig wird der Vorarlberger Biomüll in Amtzell im Landkreis Ravensburg in Deutschland verwertet. Der Biomüll aus dem Landkreis Ravensburg wird indessen zur Verarbeitung nach Lustenau gebracht. Das sorgt für große Aufregung und viel Unverständnis.

„Bestbieter, nicht Billigstbieter“

Bei der Vergabe hat es 30 Punkte gegeben, die bei der Ausschreibung wichtig waren. Dazu zählen etwa die Technik und die Energieeffizienz der Verwertungsanlage oder die Zahl der Lkw-Fahrten sowie die Transportkosten.

Mit dem Amtzeller Werk für Biogas hätte nicht der Billigstbieter, sondern der Bestbieter den Zuschlag erhalten, erklärt Herbert Koschier vom Vorarlberger Umweltverband. Ein „Tauschgeschäft“, damit der Biomüll nicht hin und her transportiert werden muss, sei aus vergaberechtlichen Gründen nicht möglich.

SPÖ spricht von „unnötigen Lkw-Fahrten“

Der Biomüll aus Vorarlberg wird künftig in Amtzell im Landkreis Ravensburg in Deutschland verwertet. Indessen wird Biomüll aus dem Landkreis zur Verarbeitung nach Lustenau gebracht, berichtet der SWR. Demnach will der Ravensburger Kreistag diesen Mülltourismus zwischen Vorarlberg und Oberschwaben verhindern – Kritik an grenzüberschreitendem Mülltourismus.

Die Vorarlberger SPÖ unterstützt dieses Vorhaben. Es gehe darum, unnötige Lkw-Fahrten zwischen Vorarlberg und Deutschland zu vermeiden, sagt Landtagsabgeordneter Martin Staudinger. Er spricht sich dafür aus, dass bei derartigen Vergaben ökologische Aspekte maßgeblich berücksichtigt werden.