Katharina Batlog
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Kultur

Immer mehr Frauen stehen am Dirigentenpult

In Vorarlberg fehlen immer mehr Kapellmeisterinnen und Kapellmeister. Derzeit suchen 15 Vereine eine Dirigentin oder einen Dirigenten. Immer öfter halten Frauen den Taktstock in der Hand. Ein Drittel von 62 Interessierten, die derzeit ausbildet werden, ist weiblich.

Wie neue Dirigentinnen und Dirigenten für die rund 6.000 Musikerinnen und Musiker in den Musikkapellen gewonnen werden können, ist ein wichtiges Thema der Generealversammlung des Blasmusikverbandes, die am Samstag in Muntlix stattgefunden hat. Die Ausbildung hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. War früher alles in einer Kurswoche erledigt, ist es seit Jahren ein eigenes Fach in den Musikschulen.

23-Jährige dirigiert Harmoniemusik Tschagguns

Was sich in letzter Zeit herauskristallisiert ist, dass immer mehr Frauen am Dirigentenpult stehen. Derzeit gibt es in Vorarlberg 136 Dirigenten und 30 Dirigentinnen. Eine von ihnen ist Katharina Battlogg, die seit einem Jahr die Harmoniemusik Tschagguns im Montafon leitet.
Als Dirigentin habe man eine verantwortungsvolle Rolle inne, so die 23-Jährige. Man sei dafür verantwortlich, dass die Musik läuft, dass der Nachwuchs kommt und dass alle Freude am Musizieren haben. Zudem sei es auch eine zeitaufwändige Aufgabe.

DirigentInnenmangel in Vorarlberg

In Vorarlberg fehlen immer mehr Kapellmeister, die den 6.000 Musikantinnen des Landes den Takt angeben. Wir haben eine junge Dirigentin in Tschagguns besucht und gefragt, warum sie den Job so gerne macht.

Soziale Kompetenzen wichtig

Das Niveau der Musikkapellen steigt immer mehr an. Immer wichtiger werde aber auch die soziale Kompetenz, betont Thomas Ludescher, Koordinator der Dirigentinnen und Dirigenten im Blasmusikverband. Hier spiele die Kommunikation und der Aufbau des Zusammenhalts eine sehr große Rolle.