Street Date Dornbirn
ORF Vorarlberg
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Verkehr

Dornbirn: Verkehrsberuhigung gefordert

In Dornbirn setzen sich bereits seit längerer Zeit mehrere Bürgerinitiativen für eine Verkehrsberuhigung ein. Jetzt haben sie sich zu „stadtlebendornbirn“ zusammengeschlossen. Bei einem „Street Date“ haben sie nun gezeigt, was bald umgesetzt werden könnte: ein Begegnungsraum in Dornbirn.

Beim Street Date in Dornbirn sollte gezeigt werden, was alles möglich wäre. So wurde ein Begegnungsraum für Dornbirn präsentiert, der möglichst bald entstehen soll und nicht erst in ferner Zukunft, wie es die Stadtpolitik verspricht.

Bürger wollen aktuelle Situation nicht mehr akzeptieren

So soll beispielsweise die Mozartstraße, eine verkehrstechnische Engstelle in der Innenstadt, zu einer Fußgängerzone werden. Doch davon ist noch nichts zu sehen: „Die Bürger der Stadt sind es langsam müde, mit so einem Hintergrund hier zu leben in einem Kernstück der Stadt“, betont Franz Wölfle von „stadtlebendornbirn“.

Anstatt der geplanten Fußgängerzone sehe man lediglich Baugitter und Container und ein Hochhaus, das sich seit rund fünf Jahren im Baustillstand befinde. „Das sind Dinge, die die Bürger nicht mehr akzeptieren wollen“, ärgert sich Wölfle.

Flächendeckend Tempo 30 gefordert

Generell wird in ganz Dornbirn flächendeckend Tempo 30 gefordert. In der Schillerstraße habe man das – dank einer Bürgerinitiative – bereits durchsetzen können. Dennoch gäbe es Wünsche zur weiteren Verbesserung: So habe man es beim Umbau und der Verlegung der Fernwärme versäumt, die Gehsteige zu verbreitern und die Straße im Gegensatz dazu zu verschmälern, erklärt Hanspeter Simma von „stadtlebendornbirn“.

Das hätte mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer geschaffen, doch: „Das ist nicht passiert“, betont Simma. Man habe das lediglich in kleinem Umfang umgesetzt. In einem kurzen Straßenabschnitt habe man zwei Bäume gepflanzt und die Straße damit faktisch verschmälert, sagt Simma.

Bürgerinitiative zur Verkehrsberuhigung in Dornbirn

In Dornbirn haben sich drei Bürgerinitiativen, die sich für eine Verkehrsberuhigung einsetzen, zusammengeschlossen. „StadtlebenDornbirn“ fordert mehr Fußgängerzonen, Tempo 30 innerorts und durchgängige Fahrradwege.

Fahrradstraßen für durchgängige Fahrradwege

Grundsätzlich sollten Fahrradwege durchgängig sein. Um das zu ermöglichen, werden abschnittsweise Fahrradstraßen eingeführt. Doch auch hier laufe noch einiges schief, wie das Beispiel des ausgezeichneten Fahrradstraßenabschnitts im Stadtteil Rohrbach zeigt. „Die Autos nutzen den Straßenabschnitt, um schnell die Kreuzung mit der Ampel zu umgehen“, kritisiert Nicole Domes, die sich ebenfalls bei „stadtlebendornbirn“ engagiert.

Auch Lieferverkehr erfolge oft über die Fahrradstraße und generell werde oft zu schnell gefahren. „Die Idee der Fahrradstraße, Radfahrern und Fußgängern Sicherheit zu geben, geht damit verloren“, betont Domes. Man könne der Fahrradstraße so keinen Vorteil abgewinnen.

Vorschläge werden geprüft

Die Stadt Dornbirn will nun die Interessen der neuen Bürgerinitiative „stadtlebendornbirn“ abwägen und wenn möglich auch umsetzen, heißt es in einer Stellungnahme.