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Kranhersteller Künz feiert Jubiläum

Die Harder Kran-Baufirma Künz ist für den heurigen Staatspreis für Innovation nominiert. Die Firma hat Kräne mit speziellen aerodynamischen Strukturen entwickelt. Verschleiß und Energie-Verbrauch werden dadurch reduziert. Zudem feiert Künz heuer seinen 90. Geburtstag.

Mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt Künz, über die Hälfte am Stammsitz in Hard. Niederlassungen gibt es unter anderem in der Slowakei, in Italien und den USA.

Die Spezialität des Unternehmens sind Container-Kräne, wie sie in den großen Häfen gebraucht werden. Ein Spezialkran für die Beladung von Zügen steht am Güterbahnhof in Wolfurt. Aber auch Wehranlagen für Wasserkraftwerke werden in Hard hergestellt.

Kran-Baufirma Künz für Innovations-Staatspreis nominiert

Das Harder Kran-Baufirma Künz ist für den heurigen Staatspreis für Innovation nominiert. Die Firma hat Kräne mit speziellen aerodynamischen Strukturen entwickelt. Verschleiß und Energie-Verbrauch werden dadurch reduziert. Ob die Firma den Preis erhält, steht Mitte November fest.

Angefangen hat alles im Jahr 1932

Angefangen hat alles ganz klein in der Schlosserei von Hans Künz im Jahr 1932. Erst ist es nur ein kleiner Schwenkkran, im Laufe der Zeit werden die Anlagen dann immer größer und die Firma immer erfolgreicher. Der Abtransport der Stahlkolosse durch das enge Harder Ortsgebiet ist jedes Mal aufs neue eine Herausforderung, mittlerweile führt eine breite Industriestraße am Werk vorbei.

Heute verzeichnet das Familienunternehmen einen Umsatz von 150 Millionen Euro. Im nächsten Jahr sollen es schon 200 Millionen sein. Doch Arbeitskräftemangel und gestörte Lieferketten könnten das Wachstum bremsen. „Das ist jetzt die große Herausforderung. Das Verkaufen ist nicht mehr der Engpass. Wir müssen jetzt schauen, dass wir das, was wir gebaut haben, zeitgerecht und innerhalb der budgetierten Kosten abwickeln können“, sagt Geschäftsführer Günter Bischof.

Weiteres Bürogebäude in Hard geplant

In diesem Jahr hat Künz bereits doppelt so viel verkauft, wie im gesamten letzten Jahr. Der Anstieg der Energiepreise macht sich aber negativ bemerkbar. „Die Energiekrise trifft uns an unterschiedlichen Standorten durchaus unterschiedlich. Wir sind hier in Hard etwas bevorzugt, weil wir zum einen seit einigen Jahren Fernwärme haben und zum anderen haben wir aktuell das Glück gehabt, dass wir noch einen lang laufenden Stromvertrag haben“, erklärt Bischof.

Für die Zukunft ist zunächst einmal ein weiteres Bürogebäude in Hard geplant. Neue Krankmodelle sind am Entstehen und geliefert wird künftig bis nach Australien. „Neue Märkte sind auch angedacht. Wir haben uns bisher sehr stark auf die westliche Hemisphäre konzentriert. Wir haben aber jetzt den ersten Containerkran Auftrag nach Down Under hereingenommen“, so Bischof.

Erster Künz-Kran wieder funktionstüchtig gemacht

In einem Lehrlingsprojekt wurde der erste Künz-Kran heuer restauriert und wieder funktionstüchtig gemacht.