Rheinvorland Lettenabtragung
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Chronik

Letten aus Rheinvorland wird abgetragen

Ab Dienstag sind im Rheinvorland in Lustenau Bagger und Schubraupen an der Arbeit. Es wird mehr Platz für den Rhein geschaffen und der Boden einen Meter abgetragen. Dafür wird bis Ende November auch ein Teil des Radwegs gesperrt.

Wenn der Rhein übergeht und ins Vorland fließt, bringt er neben Steinen und Schwemmholz auch feinsten Sand, den sogenannten Letten, mit. Mit jedem Hochwasser wird das Vorland durch Ablagerungen höher und die Abflusskapazität begrenzter. Darum muss der Letten jetzt abgetragen werden. „Es wird mit Schubraupen zuerst der Humus zur Seite geschoben, danach wird das sandige Ablagerungsmaterial, der Letten vom Rhein, aufgehäuft und in das Rheinmittelgerinne hineingeschoben und dort nimmt es dann der Rhein mit seiner Fließkraft mit“, erklärt Rheinbauleiter Mathias Speckle.

Mehr Platz für den Rhein

Im Rheinvorland in Lustenau fahren derzeit Bagger und Schub-Raupen auf. Am Dienstag beginnen große Arbeiten. Es wird mehr Platz für den Rhein geschaffen und der Boden einen Meter tief abgetragen. Auch angeschwemmtes Material wird entfernt. Dafür wird bis Ende November auch der Radweg zum Teil gesperrt.

Radwege während den Bauarbeiten gesperrt

Die Arbeiten finden immer nach der Hochwassersaison und vor der Laichzeit der Fische im Rhein statt. Diesen Oktober wird die Engstelle bei den Lustenauer Wasserwerken im Oktober von den Ablagerungen befreit. „Wir müssen neueste Maschinen verwenden und diese täglich kontrollieren. Während der Zeit der Bauarbeiten werden auch die Brunnen außer Betrieb genommen“, sagt Speckle.

Daher wird Lustenau in dieser Zeit über den Trinkwasserbrunnen Mäder mitversorgt. Zudem ist ab Dienstag die Radwegrampe beim Gasthaus K&K und ab kommender Woche auch der Radweg im Vorland von der Rampe Blumenaustraße bis zur Zugbrücke nicht befahrbar. Die Arbeiten dauern bis Ende November.