Julius Blum GmbH in Höchst.
Hanno Thurnher
Hanno Thurnher
Wirtschaft

Blum erhält VCÖ-Mobilitätspreis Österreich

Der Beschlägehersteller Julius Blum sichert sich mit seinem Mobilitätskonzept den Gesamtsieg beim Mobilitätspreis Österreich des Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Das Unternehmen mit Sitz in Höchst setzt bereits seit 2021 Maßnahmen, damit mehr Beschäftigte autofrei zur Arbeit kommen.

Durch das Mobilitätskonzept der Firma Julius Blum soll an den acht Standorten mit insgesamt fast 7.000 Beschäftigten der Anteil der Arbeitswege, die zu Fuß, mit Fahrrad, mit Bahn oder Bus zurückgelegt werden, von 38 auf 60 Prozent erhöht werden.

Das Maßnahmenpaket wurde bereits im Oktober 2021 gestartet und die Zwischenbilanz stimmt positiv. 420 Beschäftigte haben das Klimaticket Vorarlberg als Öffi-Jobticket statt eines Pkw-Abstellplatzes. Bereits 2.000 Beschäftigte haben ein Jobrad, bei dem der Firmenzuschuss steigt, wenn das ganze Jahr kein Pkw-Parkplatz beansprucht wird. Neue Beschäftige erhalten im ersten Monat eine Monatskarte für den Öffentlichen Verkehr gratis. Wer umweltverträglich zur Arbeit kommt, wird mit Ecopoints belohnt, die für Gutscheine eingelöst werden können. Bereits 4.000 Beschäftigte des Unternehmens erhalten Ecopoints.

„Mobilitätsmanagement schafft Win-Win-Win-Situation“

„Unternehmen sind ein zentraler Akteur, um den Pendelverkehr auf Klimakurs zu bringen. Mobilitätsmanagement schafft eine Win-Win-Win-Situation: Es nützt den Beschäftigten, dem Unternehmen und der Gesellschaft insgesamt, weil die Verkehrsbelastung zurückgeht“, gratuliert VCÖ-Geschäftsführerin Ulla Rasmussen.

Der VCÖ-Mobilitätspreis 2022 stand unter dem Motto „Verkehrswende umsetzen“. „Der hohe Erdölverbrauch im Verkehr befeuert die Klimakrise und die Teuerung. Werden Mobilität und Gütertransport klimaverträglicher, wird Energie gespart und es verringern sich damit der CO2-Ausstoß sowie die Kosten sowohl für die Haushalte als auch für die Gesellschaft insgesamt“, stellt Rasmussen fest. Der VCÖ-Mobilitätspreis wird in Kooperation mit dem Klimaschutzministerium und den ÖBB durchgeführt. Die Anzahl der Einreichungen war heuer mit 384 Projekten und Konzepten sehr hoch. In 13 Kategorien hat jeweils eine Fachjury die Projekte bewertet.

Fahrradfahrer auf Straße
Radlobby
„Kidical Mass“ in Dornbirn

Auszeichnung für „Kidical Mass“

Und noch ein Projekt mit Vorarlberg-Bezug erhält eine Auszeichnung: Die „Kidical Mass“, die heuer auch in Dornbirn stattfand, gewinnt die Kategorie „Kindgerechtes Verkehrssystem“. Die „Kidical Mass“ wurde im Jahr 2018 zum ersten Mal in Wien und heuer österreichweit bereits in 14 Städten durchgeführt. Mehr als 2.500 Kinder und Erwachsene haben daran teilgenommen. Bei der „Kidical Mass“ radeln mehrere Kinder und Erwachsene gemeinsam und geschützt durch die Stadt. Damit möchte man darauf aufmerksam machen, dass Kinder in der Stadt oft nicht sicher mit dem Fahrrad unterwegs sein können.