Niedriger Pegel Rohrspitz
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Chronik

Bodensee-Pegel auf Oktober-Niveau

Die beständige Trockenheit lässt den Pegel des Bodensees weiter und weiter abfallen. Am Freitag ergab die Messung in Bregenz einen Stand von 313 Zentimetern, das ist der drittniedrigste je an einem 12. August gemessene Wert – und eigentlich normal für Ende Oktober.

Im „Jahrhundertsommer“ 2003 lag der Pegel vor Bregenz am 12. August bei 302 Zentimetern, 1949 bei 303 Zentimetern. Im langjährigen Durchschnitt steht der Bodensee-Pegel am 12. August bei 406 Zentimetern – also um 93 Zentimeter höher als aktuell. Damit der Bodensee um nur einen Zentimeter steigt, braucht es 5,4 Millionen Kubikmeter Wasser. Der aktuelle Pegelstand entspricht normalerweise dem Niveau, das Ende Oktober erreicht wird.

Der Trend zu Niedrigwasser sei seit den 2000er Jahren verstärkt feststellbar, so die Abteilung Wasserwirtschaft des Landes. Auch in den Jahren 2005 und 2006 sowie 2018 war der Wasserstand des Bodensees niedrig. 2003 sank er bis zum 27. August auf die Marke von 283 Zentimetern ab. Die Messreihe geht bis ins Jahr 1864 zurück.

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So sieht es derzeit am Rohrspitz aus

Vorarlberger Bodensee-Schifffahrt nicht beeinträchtigt

Zu weitreichenden Einschränkungen in der Vorarlberger Schifffahrt führt der aktuelle Pegelstand allerdings noch nicht. Die Bodensee-Schifffahrt in Vorarlberg und in Deutschland kann ihre Linien vorerst weiterhin ohne Probleme bedienen, am Schweizer Ufer wurde die Fahrt den Alten Rhein hinauf nach Rheineck schon am 19. Juli eingestellt. Die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein AG (URh) verkehrt im Niedrigwasserfahrplan.

Auch für die allermeisten Vorarlberger Freizeitkapitäne war das Ausüben ihres Hobbys weiterhin möglich. Am Westufer des Sees mussten allerdings schon zahlreiche Boote ausgewassert werden.