Polizeihubschrauber Libelle
Bernd Hofmeister
Bernd Hofmeister
Chronik

18.000 Euro für Rettung von Schülergruppe

Die Rettung einer deutschen Schülergruppe mit über 100 Personen hat vor zwei Wochen für Medienwirbel gesorgt. Die Gruppe hatte sich über das Internet eine Ausflugsroute im Kleinwalsertal herausgesucht. Da die Route zu anspruchsvoll war, mussten alle von der Bergrettung gerettet werden, wodurch Kosten in Höhe von rund 18.000 Euro entstanden.

Es würden zwar noch ein paar letzte Details fehlen, erklärt Martin Burger, Geschäftsstellenleiter der Vorarlberger Bergrettung, doch die Kosten für die Rettung der 99 Schülerinnen und Schüler und deren acht Begleitpersonen würden sich auf rund 18.000 Euro belaufen.

Diese Summe ergibt sich aus drei Flugstunden des Polizeihubschraubers und eineinhalb Flugstunden des Christophorus 8 sowie dem Bodeneinsatz der Bergretter.

Fotostrecke mit 3 Bildern

99 Schüler und acht Lehrer im Kleinwalsertal in Bergnot Heuberg
Landespolizeidirektion Vorarlberg
99 Schüler und acht Lehrer im Kleinwalsertal in Bergnot Heuberg
Bergrettung Mittelberg
99 Schüler und acht Lehrer im Kleinwalsertal in Bergnot Heuberg
Landespolizeidirektion Vorarlberg

Wer die Rechnung bezahlt, ist unklar

Wer die Kosten für den bisher größten Einsatz der Vorarlberger Bergrettung trägt, sei für Burger unklar. Die Rechnung werde jedenfalls an die Schule in Ludwigshafen geschickt. Dort müsse dann intern geklärt werden, wer für die Summe aufkommt.

Ob der Sportlehrer fahrlässig gehandelt hat, weil er die Route nicht vorher abgelaufen ist und einem Interneteintrag von ihm unbekannten Usern vertraut hat, müsse ein Gericht klären, sagt Burger. Er empfiehlt generell, mit Kindern und Jugendlichen nur Wanderungen zu machen, die man selbst kennt. Das Lehrpersonal hatte sich in diesem Fall offenbar auf eine Beschreibung in einem Internetforum verlassen, nach dem es sich um eine „klassische Feierabendrunde“ handle.