Noah Plank, Maturant an der HTL Bregenz, entwickelte im Zuge seiner Diplomarbeit einen Roboter, der in Zukunft Wasserhochdruckrohre ausmessen und damit die menschliche Arbeit erleichtern soll. „Diese Aufgabe hat bis jetzt immer ein Industriekletterer oder eine Industriekletterin übernommen“, sagt Plank.
Jedoch hätten die Rohre einen Durchmesser 1,20 Meter und seien rund 1,5 km lang. Die Kletterer würden daher auf einem Skateboard – mit einer Stirnlampe und einem Messschieber ausgestattet – an einem Kletterseil befestigt die Röhre entlangfahren und diese von Hand ausmessen. „Wie man sieht, ist das aber eine ziemlich gefährliche und langwierige Aufgabe“, beschreibt Plank.
Kooperation mit heimischer Industrie
1.100 Stunden Arbeit und viel Tüftelei stecken in dem Diplomarbeitsprojekt der Schüler, so verwendeten sie beispielsweise E-Scooter-Motoren, die sie für den Roboter umfunktionierten. Doch die Arbeit zahlte sich aus: Die vier Schüler gewannen für ihr Projekt dieses Jahr den zweiten Platz in ihrer Kategorie.
Diplomarbeiten der technischen Lehranstalten wie diese nützen auch der heimischen Wirtschaft. Sie sind alle praktisch ausgelegt und werden immer in Kooperation mit einem Vorarlberger Unternehmen – wie in diesem Fall der Firma Getzner – ausgeführt.
Kampf gegen den Klimawandel
Im Gymnasium Schillerstraße in Feldkirch ging Maturantin Greta Mödlagl in ihrer Vorwissenschaftlichen Arbeit einem ganz anderen – aber derzeit sehr aktuellen Thema – auf den Grund: dem Klimawandel. „Ich habe mich mit dem Thema Klimaschutz und Klimawandelanpassung in Stadtgebieten beschäftigt“, so Mödlagl. Dabei habe sie die beiden Städte Feldkirch und St. Gallen hinsichtlich ihrer klimatischen Voraussetzungen und Projekten beziehungsweise Maßnahmen gegen den Klimawandel verglichen.

So fand sie unter anderem heraus, dass es in Feldkirch momentan sechs Hitzetage pro Jahr gebe, diese aber ohne Maßnahmen gegen Ende des Jahrhunderts um 36 weitere ansteigen würden. Noch sei es allerdings nicht zu spät, gegen diese Entwicklung anzukämpfen: „Wenn wir jetzt noch Maßnahmen setzen, dann könnten wir das auf etwa 14 zusätzliche Tage reduzieren“, erläutert Mödlagl.

App für Indoortraining mit Kraftgerät
In der Kategorie der Handelsakademien holen sich drei Schülerinnen und Schüler des Digital Business Zweiges der Handelsakademie Bregenz mit ihrem Diplomarbeitsprojekt den ersten Platz: Eine App für Indoortraining mit Kraftgerät, die sie selbst programmiert und designt haben:

„In der App gibt es eine Übungsdatenbank, wo alle Übungen drin sind, die man mit dem Kraftgerät wirklich ausüben kann. Das sind über 100 Übungen“, beschreibt Lisa Krimbacher, Maturantin an der HAK Bregenz. Zusätzlich gebe es einen Teil für den eigens kreierten Trainingsplan, in dem die Workouts des Plans gestartet werden können, sagt Krimbacher.